Neue Musik: Mit diesen Songs tut das Ende des Sommers nicht so weh

Ob wir wollen oder nicht, bald gleitet das Jahr in den Herbst über. Die musikalischen Neuerscheinungen der Woche machen den Sommerabschied zumindest etwas erträglicher.

sommer-endepexels-riccardo-bresciani-185801
Tschüssi, Sommer. Foto: Riccardo / Pexels | CC0

Ihr habt in Sachen musikalischer Neuerscheinungen völlig den Überblick verloren? Wir bringen zusammen mit detektor.fm und deren Podcast Keine Angst vor Hits etwas Licht in den Musikdschungel: Jede Woche servieren wir euch hier jeweils drei hörenswerte frische Alben und Songs.

Arlo Parks zieht uns mit ihrer sanften Stimme in ihren Bann, Father John Misty schaut in gleich mehrere Spiegel und die detektor.fm-Herzensband The Notwist kündigen mit einer kurzen EP ein neues Album an. All das und mehr in der neuen Folge von Keine Angst vor Hits.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Neue Alben

The Notwist – Ship

Das letzte reguläre Studioalbum von The Notwist hieß Close to the Glass und ist 2014 erschienen. Seitdem sind die Acher-Brüder nicht untätig gewesen: 2015 haben sie das Album Messier Objects veröffentlicht, mit Stücken aus Theater- und Radioproduktionen. Außerdem haben sie die Programmgestaltung von vier Ausgaben des Festivals Alien Disko in München übernommen. Dort haben sie auch das japanische Duo Tenniscoats kennengelernt und mit ihnen gemeinsam das Projekt Spirit Fest ins Leben gerufen. Der Titeltrack der neuen EP Ship ist ein weiterer Schritt in dieser Zusammenarbeit, Sängerin Saya ist darauf zwischen Percussions, einer vibrierenden Synthieline und E-Gitarren zu hören. Mit nur drei Stücken ist Ship so schnell vorbei, dass man am liebsten gleich wieder von vorne anfangen möchte. Immerhin geben die drei Stücke einen Ausblick auf ein bevorstehendes Album, zu dem es aber noch kein Veröffentlichungsdatum gibt.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Siv Jakobsen – A Temporary Soothing

Die norwegische Musikerin Siv Jakobsen hat Gesang am renommierten Berklee College of Music studiert. Als sie dort einen Kurs in Songwriting besuchte, war ihr klar: Das ist mein Ding. Ihre zarten Indiefolksongs hat sie schon auf einer EP (The Lingering, 2015) und einem Album (The Nordic Mellow, 2017) veröffentlicht und als Support für u. a. Bear’s Den und Damen Jurado gespielt. Auf ihrem neuen Album A Temporary Soothing stellt sie sich die Frage, ob sie auch kreativ sein kann, wenn sie nicht schlecht drauf ist oder ob sie absichtlich Reibung und Einsamkeit sucht. Mit üppiger Instrumentierung und ihrem sphärischen, feenhaften Gesang kreiert sie zerbrechliche Folkpop-Stücke.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Nubia Garcia – Source

Die Londoner Saxophonistin Nubia Garcia hat familiäre Wurzeln in der Karibik und in Südamerika. Ihr musikalisches Talent stellt sie seit einigen Jahre in der hippen und lebendigen Jazzszene der britischen Hauptstadt unter Beweis. 2017 erschien ihre Debüt-EP Nubya’s 5ive, 2018 noch eine EP, sie hat unter anderem den Jazz FM Breakthrough Act of the Year Award gewonnen. Auf ihrem Debütalbum Source verbindet sie Jazz mit Reggae, Soul, Dubstep und auch Cumbia und Calypso. Garcia ist nach Bogotá geflogen, hat sich gleichgesinnte Gäste (z. B. von Kokoroko) ins Studio eingeladen, und mit ihrer Band gejammt. Trotz der vielen unterschiedlichen Einflüsse klingt das Album fokussiert, ist fest im Jazz verwurzelt. Source breitet seine Arme in viele Richtungen aus und ist eine sehr gelungene Demonstration dessen, wie Jazz heute klingen kann.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Neu in der Playlist

Father John Misty – To S.

Joshua Michael Tillman hat mit den Fleet Foxes und Damien Jurado gespielt und danach seine Solokarriere als Father John Misty gestartet. „Wenn du mir die Musik wegnimmst, dann hab ich nur noch meinen Schnurrbart und meine bad attitude“, sagt er über sich selbst. Wobei: Da wächst definitiv noch mehr Haar als nur ein veritabler Schnörres auf Father John Mistys Kopf. Und mit seiner so „inakzeptablen Verhaltensweise“ ist er auch immer wieder als Kritiker und Provokateur aus dem Inneren der Musikbranche aufgefallen. Er hat Spotify und Taylor Swift getrollt. Und er hat für Beyoncé und Lady Gaga geschrieben, um möglichst direkt zu erfahren, wie durchkommerzialisiert und bigott der Pop ist. Ebenso widersprüchlich ist oft auch seine eigene Musik. Mal Blues, mal Indie und mal Folk-Ballade, aber in diesen bodenständigen Genres mit oft verkopften Lyrics. Wie in der Doppelsingle To S. und To R. Die kündigen allerdings (noch?) kein Nachfolgealbum für God’s Favourite Customer an. Sondern sind ein Beitrag zum Sampler Singles Club Vol 5. seines Plattenlabels Sub Pop.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Lupin – May

Ebenfalls musikalisch sehr aktiv ist Jake Luppen. Er ist Gründungsmitglied und Sänger der Bands Baby Boys und Hippo Campus. Letztere machen eher konventionellen Indie mit viel „Uoh-uoh-uohs“ , während die Baby Boys als glitchy Sample-Pop-Projekt durchgehen. Zwischen seinen Touren mit den Bands 2018 und 2019 hat Jake Luppen aber zudem Solosongs geschrieben, die er nun gemeinsam mit BJ Burton (Bon Iver, Low, Charli XCX) zu Ende produziert hat. Als Lupin überdreht Jake Luppen noch ein bisschen mehr und lässt die abgegriffenen Feelgood-Indiesounds ganz weg. Wie sein Solo-Alias, die Lupine, passt auch der Titel seiner ersten Veröffentlichung ins florale Bild: May heißt der Track, wobei hier die Blumen eher nach quietschbunter Plastikdeko klingen. Am 9. Oktober wird dann das ganze Album erscheinen.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Arlo Parks – Hurt

In der Schule dachte Anaïs Oluwatoyin Estelle Marinho, sie sei das einzige schwarze Mädchen, das nicht für 50 Pfennig tanzen kann. Aber texten und singen kann sie dafür ganz beachtlich. Bei der BBC-Umfrage Sound of 2020 wurde Arlo Parks von den befragten Musikkritiker*innen als eine der Newcomerinnen dieses Jahres vorhergesagt. Dabei ist die 2000 geborene Londonerin gerade erst dem Schulalter entwachsen. Eines ihrer hervorstechenden Talente ist es, mit ihrer warmen und leicht behauchten Stimme in wenigen Sätzen plastisch emotionale Landschaften zu zeichnen. In denen geht es oft um die dunklere Seite des menschlichen Gefühlsrepertoirs: Depression, Isolation, Liebeskummer. Jede Menge Schmerz also, den sie auch in Hurt thematisiert.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)

Den Musikpodcast Keine Angst vor Hits könnt ihr hier hören und abonnieren. Und wer der gleichnamigen Spotify-Playlist folgt, bekommt noch mehr Tipps.

Empfohlener Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Du kannst dir hier alle externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.(Datenschutzerklärung)