Neue Woche, neue Musik: Holt euch die Sonne mit My Ugly Clementine und Purity Ring nach Hause

Euch fällt zu Hause die Decke auf den Kopf? Diese musikalischen Neuerscheinungen klingen nach Frühling – auch im Wohnzimmer.

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Tragen sogar Frühlingsfarben: My Ugly Clementine. Foto: © Hannah Fasching

Ihr habt in Sachen musikalische Neuerscheinungen völlig den Überblick verloren? Wir bringen zusammen mit detektor.fm und deren Podcast Keine Angst vor Hits etwas Licht in den Musikdschungel: Jede Woche servieren wir euch hier jeweils drei hörenswerte frische Alben und Songs.

Die Wiener Musikszene hat eine neue Supergroup, Mapache entspannen am Strand und Perfume Genius tanzt mit sich selbst. Außerdem: Wie man die Lieblingsband in Zeiten von freiwilliger Selbstquarantäne unterstützen kann. All das und mehr in der neuen Folge von Keine Angst vor Hits:

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Drei empfehlenswerte neue Alben

My Ugly Clementine – Vitamin C

My Ugly Clementine sind eine Wiener Supergroup. Die vier Mitglieder sind in der Szene der österreichischen Hauptstadt alle keine Unbekannten. So war ihre erste Liveshow innerhalb von kürzester Zeit ausverkauft, ohne dass sie auch nur einen Song veröffentlicht hatten. Das Quartett hat sich der guten alten – und noch lange nicht toten – Gitarre angenommen. Auf ihrem Debütalbum Vitamin C machen sie Musik zwischen 60s-Girlgroup, 80s-Powerpop und 90s-Grunge. Ausgedacht hat sich My Ugly Clementine Sophie Lindinger, die sonst bei Leyya spielt. Thematisch setzen sie sich mit Feminismus, Empowerment und Gleichberechtigung auseinander – und das mit einer großen Portion Verve und Humor.

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Mapache – From Liberty Street

Mapache sind ein Duo aus Los Angeles, bestehend aus Sam Blasucci und Clay Finch. Ihr zweites Album From Liberty Street ist eine sehr ortsspezifische Mischung aus Musikstilen, die typisch für Südkalifornien sind: Surf-Rock, Folk, Countryrock und mexikanische Boleros. Gitarren, Geige und Harmoniegesang, zum Teil auch auf Spanisch, machen die Stücke aus. From Liberty Street verbreitet einen entspannte Atmosphäre. Als wären die Everly Brothers gerade zurück von einem Roadtrip durch die Wüste und machten sich am Strand bei Sonnenuntergang ein Bier auf.

https://youtu.be/-wLquILK0XY

Betterov – Viertel vor Irgendwas

Der Songwriter Betterov kommt ursprünglich aus der Nähe von Eisenach, seit einigen Jahren lebt er in Berlin und dort hat er auch angefangen, Musik zu machen. Auf seiner Debüt-EP Viertel vor Irgendwas findet man Songs zwischen Indierock und Postpunk. Darin verhandelt er große Themen seiner Generation: Aufwachsen und wie es ist, wenn das Zuhause nicht mehr der Ort ist, an dem man bleiben kann, wenn alle Freunde wegziehen. Oder den Druck, der aus unendlichen Möglichkeiten und dem Zwang zur Selbstoptimierung entsteht. Die druckvolle Produktion von Tim Tautorat (zum Beispiel Faber, AnnenMayKantereit) passt zu den hymnischen Songs. Sollte das noch was werden mit dem Kulturleben in diesem Jahr, könnte Betterov 2020 richtig durchstarten.

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Drei neue Songs für eure Playlist

Perfume Genius – On The Floor

Perfume Genius ist das Projekt des US-Amerikaners Mike Hadreas. Ursprünglich kommt er aus Seattle, seit einigen Jahren lebt er in Los Angeles. Sein fünftes Album Set My Heart On Fire Immediately erscheint am 15. Mai. Während die erste Vorab-Single Describe eher düster mit fies verzerrten Gitarren aufwartete, ist der neue Song On The Floor quirlig und gut gelaunt. Thematisch geht’s um die Tatsache, dass sich ein Crush manchmal ganz schön verselbstständigen kann. Die Besessenheit oder Sehnsucht kann so weit gehen, dass sich die Person der Begierde in der eigenen Fantasie zu etwas verwandelt, was immer weniger mit der echten Person zu tun hat. Im Video wälzt sich Hadreas im Staub und tanzt mit sich selbst.

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Waxahatchee – Can’t Do Much

Hinter Waxahatchee steckt die Musikerin Katie Crutchfield. Ihr neues Album Saint Cloud erscheint nächste Woche. Can’t Do Much ist der erste Song, den sie für das Album geschrieben hat. Es sollte ein sehr unsentimentaler, pragmatischer Lovesong werden über das frühe Stadium des Verliebtseins, dieser Mischung aus sehr intensiven Gefühlen, aber auch der Angst vor dem Ungewissen, nach dem Motto: „Es nervt, dass ich dich so doll lieb habe.“ Das Album ist für Katie Crutchfield einschneidend, denn sie trinkt seit etwa anderthalb Jahren kein Alkohol mehr. Auf Saint Cloud verarbeitet sie die Themen Sucht und Entzug, mit allen Begleiterscheinungen.

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Purity Ring – pink lightning

Purity Ring sind ein Duo aus Kanada, deren letztes Album Another Eternity vor fünf Jahren – einer kleinen Ewigkeit – erschienen ist. Anfang April kommt der Nachfolger Womb. Der zweite Vorab-Song daraus heißt pink lightning und vereint Purity-Ring-typische kühle, elektronisch-futuristische Sounds aus schimmernden Synthesizern und Megan James‘ zuckrigem Gesang, der ein bisschen an Chvrches‘ Lauren Mayberry erinnert.

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Hier könnt ihr euch die Playlist des Podcasts nochmal anhören:

https://open.spotify.com/playlist/22jt6qoKTBAvr2y09mdN8b