Merkel und die Technik: „Was is’n das für’n Apparat?“

Die Kanzlerin unternimmt vorsichtige Annäherungsversuche an neue Technik und ist damit mehr „Mutti“ als je zuvor.

Wem gehört dieser Apparat? Generalsekretär Peter Tauber und seine Chefin Angela Merkel staunen. © n-tv

Einen Tag vor dem CDU-Parteitag in Essen tauchte ein Video von Angela Merkel auf, in dem es so richtig menschelt. Sie hatte gerade Luft geholt, um vor versammelter Presse etwas zu verkünden, als sie stockt. „Meine Damen und Herren, wir…“ Ihr fällt etwas Seltsames auf, etwas Befremdliches. Ein Gerät, das sie offensichtlich noch nie gesehen hat.

Verdutzt dreht sie sich erst zu Peter Tauber, Generalsekretär der CDU: „Was … was is’n das für’n … was is’n das für’n Apparat?“ Sie bittet die Presseleute um „technische Hilfeleistung“. Die Landesmutti betritt einmal mehr das viel besungene Neuland: Es ist eine 360°-Kamera. „Aha. Und was macht die?“, fragt sie. Ob sie sich dreht und ob es eine gute Idee sei, dass sie so seitwärts steht, will sie wissen. In diesem Moment sind wir alle irgendwie ein bisschen Angela Merkel. Zuerst besorgt, dann verwundert, dann ahnungslos und am Ende sichtlich erleichtert.

Als einer der mächtigsten Menschen der Welt hat Merkel natürlich auch das Recht zu wissen, wem dieses neumodische Ding gehört. Wie sich herausstellt, gehört es der CDU selbst. Dann ist ja alles gut, keine Bedrohung. Bitte weitermachen.