Niemand kann besser faulenzen als Hunde

Hunde haben mindestens eine besondere Fähigkeit, an der wir Menschen uns ein Beispiel nehmen könnten: das ultimative Faulenzen. Fotograf Hansi Trompka zeigt, wie gut Hunde im Rumliegen sind.

Hansi Trompka wollte eigentlich gar kein Fotograf werden. In seinem Job als Grafiker war er soweit glücklich, sich beruflich in eine andere Richtung zu orientieren, war nicht notwendig. Doch dann kam dieser eine Tag. Für ein Plakat suchte er ein gutes, hoch aufgelöstes Foto. Die Pressebilder waren nicht passend und die Stockfotos wie so oft ungeeignet. Was also tun?

Trompka beschloss, sich eine professionelle Kamera auszuleihen und das Foto selbst zu schießen. Das machte er so erfolgreich, dass er kurze Zeit später seinen ersten Job als Fotograf ergatterte. Er sollte ein drei Monate altes Elefantenbaby porträtieren. Obwohl er zu diesem Zeitpunk nur eine Leihkamera besaß, machte ihm das Fotografieren so viel Spaß, dass er einen Beschluss fasste: „Das mache ich jetzt!“

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Das war vor mehr als zehn Jahren. Heute verdient Trompka als freier Fotograf in München seinen Lebensunterhalt. Er fotografiert für die Presse, auf Events und Hochzeiten. Aber: „Da ich Tiere und insbesondere Hunde am liebsten vor der Kamera habe, habe ich mich über die Jahre darauf spezialisiert“, sagt er.

*Schnarch*

Eine befreundete Hundetrainerin erzählte Trompka einmal, wie verrückt die Hunde teilweise seien, mit denen sie arbeiten müsste. Und dass sie es am liebsten hätte, wenn sie einfach müde und faul sind. Ein paar Testbilder später war Trompkas nächste Projektidee geboren: Hunde, die faulenzen.

Dafür besuchte er etliche Hundebesitzer*innen in ihrem Zuhause. Vor den Shootings musste er erst die Hunde kennenlernen und mit vielen Streicheleinheiten ihr Vertrauen gewinnen. War das Vertrauen erst mal da, ging es im nächsten Schritt darum, die Hunde müde zu machen. „Erst wenn der Hund total entspannt war, konnte ich mit dem Fotografieren beginnen.“ Je nach Hund kann ein Shooting zwischen fünf Minuten und drei Stunden dauern.

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Nicht immer geht alles glatt. Es kommt auch vor, dass der 36-jährige Fotograf mal zwei Stunden nur angebellt wird. Oder der Hund ihn nicht leiden kann und nur zwicken will. „Da ich mich aber immer gut auf meine vierbeinigen Models vorbereite und notfalls das Shooting abbreche, ist noch nie etwas wie ein Unfall oder Ähnliches passiert.“

Alles ein wenig lockerer sehen – eben wie Hunde. Oder wie es Balu schon sagte, einfach mal mit Ruhe und Gemütlichkeit probieren. Das ist Trompkas Botschaft, die er mit den seinen Bildern von faulenzenden Hunden vermitteln möchte. Und wer genau hinsieht, wird merken, wie die Augenlider schwerer werden und wie der Körper langsam in den Entspannungsmodus schaltet.

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