Nur Trump schafft es, kalifornische Waldbrände und Österreich in einem Atemzug zu nennen

An der Westküste der USA zerstören derzeit verheerende Waldbrände ganze Landstriche. US-Präsident Donald Trump hat dafür seine ganz eigene Erklärung parat.

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US-Präsident Donald Trump spricht mit Journalist:innen in Kalifornien. ©Saul Loeb /AFP/ Getty Images

An der Westküste der USA brennen seit Wochen die Wälder. In den vergangenen Tagen hat sich die Situation vor allem in den Bundesstaaten Oregon, Kalifornien und Washington verschärft. Mehr als 12.400 Quadratkilometer Land sind allein in Kalifornien abgebrannt (Stand: 10. September) und 30 Menschen bereits in den Feuern ums Leben gekommen. Tausende mussten ihre Häuser verlassen und harren nun in Notunterkünften aus. Bilder aus den betroffenen Regionen zeigen zerstörte Landstriche. Verlassene Städte, in orangerotes Licht getaucht, erinnern an die dystopische Zukunftsvision des Films Blade Runner 49, wie User Terry auf Twitter erklärte.

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Jetzt hat sich auch der amtierende US-Präsident Donald Trump zu den Bränden geäußert. Er bestreitet, dass die Klimakrise die Ursache für die zerstörerischen Waldbrände sein könnte. Schließlich gäbe es in Europa auch „Waldstädte“ und diese würden nicht in Flammen stehen. Der Fehler liege bei der Waldbewirtschaftung in diesen Bundesstaaten.

Andere „Waldstädte“ machen es besser

Während einer Liveschalte in der US-Sendung Fox & Friends erklärte Donald Trump: „Wissen Sie, in Europa gibt es Waldstädte. Man schaut auf, man schaut auf Länder, Österreich, man schaut auf so viele Länder, sie leben im Wald, sie gelten als Waldstädte, so viele von ihnen.“ Trump ließ verlauten, dass sich in diesen Waldstädten keine Brände wie die an der US-Westküste entwickelt hätten, trotz des Klimawandels und obwohl sie explosivere Bäume hätten, die schneller Feuer fangen würden. Das liege daran, dass sie in diesen Ländern den Brennstoff verdünnen würden. Der Brennstoff, das sei das, was auf dem Boden liege, die Blätter, die Bäume, die umfielen. Diese seien so trocken wie Streichhölzer. Eine bessere Waldbewirtschaftung könne ähnliche Feuer in der Zukunft verhindern.

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Wie CNN berichtete, sprach Wade Crowfoot, der Sekretär der kalifornischen Behörde für natürliche Ressourcen, Donald Trump beim Besuch des Katastrophengebiets in Kalifornien direkt auf die Folgen der Klimakrise an. Er warnte ihn davor, die „Wissenschaft zu ignorieren und den Kopf in den Sand zu stecken“. Zu denken, es gehe hierbei nur um die Waldbewirtschaftung, sei ein Fehler.

Donald Trump antwortete Crowfoot, dass es allmählich kühler werde. Er müsse nur zuschauen. Er suggerierte, dass sich die Waldbrände mit fallenden Temperaturen von alleine lösen würden. „Ich wünschte, die Wissenschaft würde Ihnen zustimmen“, erwiderte Crowfoot. Woraufhin der amtierende US-Präsident verlauten lies, er glaube nicht, dass die Wissenschaft wirklich etwas wisse.

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