Oktoberfest in München: Zwischen Knutschen und Kotzen

Beim Oktoberfest besinnen sich Menschen auf das, was sie verbindet: Saufen. Der Instagramaccount ozapftwoar zeigt Besucher*innen, die die Party nicht ganz so gut überstanden haben.

Seit einer Woche heißt es auf der Wiesn wieder O’zapft is! Was für die einen das Highlight des Jahres ist, sorgt bei Menschen nördlich von Bayern eher für Kopfschütteln. Schlager, Tracht und Weißwurst, dazu ein Ausschank von 7,5 Millionen Litern Bier im letzten Jahr – man wundert sich, warum das Oktoberfest nicht das Beste in den Menschen zum Vorschein bringt.

Die anwesenden Polizist*innen mussten in diesem Jahr bereits wegen mehrerer sexualisierter Übergriffe, Prügeleien und rassistischer Beschimpfungen einschreiten. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend rückgängiger Straftaten aus 2018 fortsetzt. 27 Maßkrugschlägereien hatte es damals gegeben. Fast 720 Menschen erlitten eine Alkoholvergiftung.

Kotzen, Knutschen, Komasaufen

Der Instagramaccount ozapftwoar sammelt Schwarz-Weiß-Fotografien von Wiesnbesucher*innen, die all den Spaß nicht ganz unbeschadet überstanden haben. Zusammengesackt lehnen sie sich an Wände, kotzen in Beutel oder werden von Freund*innen gestützt. Die Bilder fangen die Momente nach der Feierei ein, zeigen Freundschaft und Mitgefühl und machen so die Faszination der Wiesn für kritische Norddeutsche zumindest ein bisschen greifbarer.

Schön in jedem Fall, dass man beim Anschauen nicht aufpassen muss, in Erbrochenes zu treten.