Queer Habibi: So schön sind diese Bilder zu queerem Leben in arabischen Ländern

Das Instagram-Profil artqueerhabibi ist mit Illustrationen und Postkarten eine Liebeserklärung an queeres Leben – vom Libanon bis nach Algerien.

Zwei Frauen sitzen eng umschlungen auf der Rückbank eines Taxis, während das Autofenster den Blick auf die Minarette einer Moschee offenbart. Zwei Männer mit nackten Oberkörpern, einer lehnt sich lasziv an ein Auto, der andere schminkt sich gerade mit einem Pinsel. Im Hintergrund sind die Umrisse einer Stadt und ein Ortsschild zu erkennen: Beirut, die Hauptstadt Libanons. Unter dem Instagram-Profil artqueerhabibi teilt ein*e Künstler*in, der*die anonym bleiben möchte, Illustrationen und Postkarten, die eine Liebeserklärung an queeres Leben in arabischen Ländern sind – von Marokko bis nach Saudi-Arabien. Die Illustrationen sind so schön und vielfältig wie die Orte und Situationen, von denen erzählt wird.

Der arabische Ausdruck „Habibibedeutet im Deutschen so viel wie „Mein Schatz“ oder „Liebling“. In einem Interview des britischen Online-Magazins Pink News sagt artqueerhabibi, er*sie wolle sich mit den Illustrationen auch gegen die Stigmatisierung arabischer Länder wehren: „Denn letztendlich ist Liebe ein Gefühl, das über allem in der Welt steht, und sie zu erfahren, ist ein reines Wunder.“ Egal wo, egal mit wem. Die Reaktionen auf das Projekt seien daher auch „überwältigend positiv“.

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So illustriert der*die Künstler*in nicht nur das Leben unterschiedlicher queerer Menschen in unterschiedlichen arabischen Ländern, sondern erzählt mit den Bildern auch seine*ihre eigene Geschichte. Unter einer Illustration, die einen jungen Mann zeigt, der im Wasser liegt und von dem Wort „Haram, arabisch für „Sünde“, umgeben ist, schreibt artqueerhabibi: „Ich habe dieses Projekt gegründet und es repräsentiert meine Seele.“ Er*sie sei mehr als zwei Monate nicht mehr online gewesen, weil er*sie eben auch ein Mensch sei, der mit existenziellen Fragen nach seinem Platz in der Gesellschaft zu kämpfen habe: „Ich hoffe, dass eines Tages alle Stereotypen aufgebrochen sein werden, und es keine Repression mehr gibt. Ich hoffe, dass Negativität und toxisches Denken und Verhalten im Ozean versickern wie diese nicht so schöne Phase meines Lebens […]“

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