Schmetterlingskalender: Wann fliegt welcher Falter?

Ihr habt gerade auch viel Zeit, um die Natur zu bestaunen? Dann schaut doch mal genauer hin, vielleicht ist einer dieser Falter unterwegs.

Die Sonne kommt raus, die ersten Blümchen blühen und plötzlich sind sie auch wieder häufiger zu sehen: Schmetterlinge! In Deutschland leben rund 3.700 Arten, von einem Großteil bekommen wir jedoch gar nicht viel mit. Denn Nachtfalter fliegen nun mal nachts. Nur rund 190 Schmetterlingsarten sind hauptsächlich tagsüber unterwegs, die sogenannten Tagfalter. Zu den bekanntesten zählen wohl der Zitronenfalter und das Tagpfauenauge. Doch wann lassen sich die hübschen Insekten eigentlich am besten beobachten?

Hauptflugzeit der heimischen Schmetterlinge: Früh- bis Spätsommer

Die Hauptflugzeit der meisten Arten liegt zwischen Frühsommer, also Mai/Juni, bis etwa August/September. Am liebsten sind die Falter bei trockenem, sonnigem und windstillem Wetter unterwegs. Die Umwelt- und Naturschutzorganisation Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, hat all die Flugzeiten der häufigsten heimischen Tagfalter in einem Schmetterlingskalender zusammengetragen (in unserer Galerie könnt ihr euch noch mal durchklicken).

Während sich manche Schmetterlinge überall wohlfühlen, sind andere wählerischer und nur in bestimmten Biotopen unterwegs. Hochgebirgsschmetterlinge wie Schwärzlinge sind beispielsweise hauptsächlich in alpinen Gegenden anzutreffen, während der Kleine Fuchs im Flach- und Hochland leben kann. Je nachdem, wo man unterwegs ist, wird man also auch andere Schmetterlinge antreffen.

Keep the Schmetterling alive!

Den meisten heimischen Schmetterlingen dient Blütennektar als Nahrungsgrundlage, was einen wichtigen Nebeneffekt hat. Die Falter tragen so auch die Pollen weiter und bestäuben die nächste Pflanze. Somit sind diese auch auf sie angewiesen. 80 Prozent der einheimischen Tagfalterarten sind jedoch gefährdet, da ihre Lebensräume zerstört werden. Umweltgifte, synthetische Schädlingsbekämpfungsmittel, aber auch Zier- statt Futterpflanzen in Parkanlagen und Gärten tragen dazu bei.

Wer Schmetterlings anlocken und gleichzeitig auch schützen möchte, kann im Garten oder auf dem Balkon Beete mit einheimischen Wildblumen anlegen oder Kräuter wie Thymian, Lavendel oder Minze pflanzen (und auch blühen lassen!). Außerdem solltet ihr auf synthetische Dünger und Torfprodukte verzichten.

Außerdem auf ze.tt: Blumen, wie ihr sie noch nie gesehen habt