Schneechaos in Bayern und Österreich: Hier wird eine niedliche Gams gerettet

Im Süden Deutschlands sowie Österreich herrscht Chaos wegen der Schneemassen. Während ganze Orte eingeschneit sind und Lawinengefahr herrscht, gibt es aber auch endlich eine gute Nachricht.

Schneechaos in Bayern und Österreich: Hier wird eine niedliche Gams gerettet

Good News: Zwei Bahnmitarbeiter retten in Österreich eine Gams aus dem Schnee. Foto: ÖBB/Gottsbacher

Mit bis zu zehn Metern Schnee kämpfen Gebiete in Österreich und in Bayern. Mehrere Menschen starben durch Lawinen oder abfallende Äste. Zahlreiche Straßen sind gesperrt, viele öffentliche Verbindungen verspätet, ganze Orte nicht mehr erreichbar, in vielen Landkreisen in Bayern haben die Kinder wegen der starken Schneefälle schulfrei. Ein Ende des Schneefalls ist derzeit noch nicht in Sicht.

Immerhin eine gute Nachricht im Schneechaos: Die Gams lebt

In den sozialen Medien verbreitet sich nun ein Video aus Österreich, das als die gute Nachricht im Schneechaos gefeiert wird. Zwei Bahnmitarbeiter schaufeln darin Schnee neben den Gleisen. Zu Beginn ist noch nichts Außergewöhnliches zu sehen. Plötzlich erscheinen zwei Hörner, dann ein ganzes Tier. Die beiden Männer schaufeln die Gams frei, sie hüpft davon und kämpft sich durch die Schneemassen.

Laut Angaben der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) waren die beiden Mitarbeiter mit Schneeräumungsarbeiten auf einer gesperrten Bahnstrecke im steirischen Nationalpark Gesäuse beschäftigt, als sie das Tier im Schnee entdeckten. Die Gams war vor einem langsam fahrenden Zug geflüchtet und im Graben hängen geblieben. Sie stoppten den Zug und befreiten das Tier.

Ein Ende des Schneefalls ist derzeit noch nicht in Sicht

Bis zum Mittwochvormittag hatte sich die Wetterlage in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs weiter verschärft. Bereits am Dienstag fegte das Sturmtief „Benjamin“ über Norddeutschland und brachte Hamburg die erste Sturmflut des Jahres. Mehrere Schiffsverbindungen vom Festland auf die Nordseeinseln mussten bei Orkanböen von bis zu 119 Stundenkilometern ihren Betrieb einstellen. Größere Schäden blieben bis zum frühen Dienstagabend aber aus.

Im Süden Bayerns rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) spätestens am Mittwoch mit erneutem Schneefall und starkem Sturm. Allein am Vormittag sollen bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen. Über den Tag können noch einmal 30 bis 40 Zentimeter zusammenkommen.

Bereits seit Wochenbeginn führte anhaltender Schneefall zu massiven Behinderungen im Zugverkehr und vielerorts zu Schulausfällen. Bereits gestern annullierte die Lufthansa vorsorglich 60 Flüge am Flughafen München. Spiegelglatte Straßen sorgten am Mittwochvormittag zudem für kilometerlange Staus auf der A8 und A9.

Die bislang verschonten Gebiete im Flachland müssen nun ebenfalls mit Schnee rechnen. Vor allem im Osten und Süden des Landes kann es laut DWD ab Mittwoch zu Neuschnee kommen.


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