Seestern-Popos sind alles, was ihr heute braucht

Ein Foto eines angeblichen Seestern-Popos geht um die Welt. Wir nehmen uns dieser Belanglosigkeit des Internets an diesem tristen Tag gerne an.

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Hihi. Seestern-Popos. Fotos: Screenshot: Twitter/Babyshoujo / Screenshot: Facebook/A different Type of Art

An Tagen, an denen sich eine graue Wolkendecke über das Land gelegt und der Sommer sich zumindest vorübergehend wieder zurückgezogen zu haben scheint, sind es die kleinen Belanglosigkeiten des Internets, die unser Leben wieder etwas aufhellen. Meist reicht ein kurzer Blick auf Plattformen wie Reddit oder Twitter, um zu bemerken, dass es immer noch Dinge auf dieser Welt gibt, von denen man bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst hatte. Um zu bemerken, dass man sie aber eigentlich schon immer wissen wollte.

Eine dieser Belanglosigkeiten kann beispielsweise ein Foto eines Seesterns sein, der ein menschenähnliches Gesäß zu besitzen scheint. Ein Foto eines solchen Seestern-Popos, das laut Twitter-Nutzer Babyshoujo im Aquarium of the Pacific in Long Beach, Kalifornien, aufgenommen wurde, verbreitete sich in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien und wurde bis zu diesem Zeitpunkt über 170.000 Mal retweetet.

Seestern-Popos! Solltet ihr euch über die überaus überraschende Erkenntnis bereits gefreut haben, müssen wir euch aber leider enttäuschen. Wie der Meeresbiologe des Aquarium of the Pacific Nate Jaros dem Nachrichtenmagazin USA Today erklärt, haben Seesterne gar keine Popos – das, was auf dem Foto zu sehen ist, sind lediglich zwei der fünf Seesternarme. Da der Körper des Seesternes vertikal ausgerichtet ist, führt die Schwerkraft dazu, dass die inneren Strukturen der Kreatur zusammensacken und so Formen entstehen können, die dem menschlichen Gesäß auf dem Bild ähneln. Außerdem erklärt der Meeresbiologe, dass Seesterne gerne ihre Arme entspannen, zum Beispiel wenn sie essen. Daher komme der Anschein der angewinkelten Arme.

Wir könnten jetzt weiter unserem Bildungsauftrag nachkommen und euch beispielsweise noch erzählen, dass es weltweit über 2.000 Arten von Seesternen gibt, oder dass die Meerestiere weder Augen noch Gehirn haben, aber mal unter uns: Ihr seid auf dieser Seite gelandet, um euch eine Bilderstrecke von den Hintern (oder zumindest das, was danach aussieht) von niedlichen Seesternen anzugucken. Also bitte:

Ach, und nur der Vollständigkeit halber: Klar verdauen auch Seesterne ihre Nahrung, die überwiegend aus Algen, aber auch anderen Meerestieren wie Muscheln oder Krebsen bestehen. Das tun sie, indem sie ihren Magen aus dem Mund stülpen, der sich in der Körpermitte der Unterseite des Tieres befindet. Somit findet die Verdauung außerhalb des Körpers statt. Wenn die Beute vorverdaut ist, zieht der Seestern den Magen mit Nahrungsbrei wieder ins Innere zurück. Hätten wir das auch geklärt.