Slowthai: Hier ein weiterer Mann, der einen Preis bekommt und die Moderatorin belästigt

„Wenn du noch was machen möchtest, lass uns später treffen.“ Der britische Rapper Slowthai wurde bei den NME-Awards als „Held des Jahres“ ausgezeichnet und belästigte vorher die Moderatorin.

NME Awards 2020 - Red Carpet Arrivals
Slowthai kurz vor seinem Auftritt. Foto: © Neil P. Mockford / Getty Images

Wenn wir sehr zynisch unterwegs wären, würden wir jetzt anfangen, eine Wikipediaseite mit „Männer, die Frauen auf Award-Show-Bühnen belästigen“ zu erstellen. Da wären dann zum Beispiel Kanye West und Martin Solveig zu finden. Und der 25-jährige Slowthai.

Slowthai trat bei den NME-Awards in London auf, wo er eine der Moderatorinnen der Show, Katherine Ryan, bedrängte und unter anderem behauptete: „Sie will, dass ich ihre Blumen pflege.“ Katherine Ryan reagierte daraufhin sichtlich sarkastisch: „Danke für die Aufmerksamkeit. Du bist jünger als mein Babysitter.“ Zuvor hatte er sie gebeten, sein Parfum zu riechen und gesagt: „Babygirl, ich will das jetzt eigentlich gar nicht mit dir machen, aber hey, du musst verstehen, was abgeht.“ ( – „Babygirl, I don’t want to have to do this to you right now, but everybody – she needs to understand the levels right now.“)

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Kurze Zeit später erschien Slowthai erneut auf der Bühne, um seinen „Hero of the Year“-Award abzuholen. Doch zu dem Zeitpunkt hatten Teile des Publikums im Saal schon genug von seinem Verhalten und störten seine Dankesrede mit Zwischenrufen. „Danke, dass ihr sie ruiniert habt“, rief daraufhin Slowthai und ließ sein Mikro von der Bühne fallen. In Folge mussten Saalordner ihn von einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit einigen Leuten aus dem Publikum abhalten, wie die BBC berichtet.

Auf Twitter entschuldigte er sich später für sein Verhalten gegenüber Ryan und bot ihr seinen Award als Wiedergutmachung an:

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Er schrieb weiter, dass es ihm leid tue, wenn sich Menschen durch seinen Auftritt an für sie unangenehme Situationen erinnert fühlten: „Ich verspreche, mich zu bessern.“

Moderatorin Katherine Ryan selbst äußerte sich ebenfalls auf Twitter: „Ich habe mich nicht bedrängt gefühlt. Darum brauchen wir Frauen in Machtpositionen. In der Sekunde, in der er den Mund aufgemacht hat, wusste ich, dass er den Faden verloren hat  – wie jeder Störenfried, der es mit einer Komikerin zu tun hat – nicht einer Frau – einer Komikerin.“

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Gut für Katherine Ryan. Aber, wie viele User*innen darunter kommentierten, „Das macht es ja nicht besser.“