So könnten Instagram, Netflix und Co als Retro-Gegenstände aussehen

Spotify als Walkman? Der Künstler Thomas Ollivier zeigt in seinem Projekt Re:Birth wie Apps in einer Zeit vor dem Internet aussehen könnten.

Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram, Unterhaltungsangebote wie Netflix und Spotify, nützliche Programme und Services von Google oder Adobe sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Und besonders praktisch: Wir tragen sie quasi jederzeit bei uns, in Form von Apps auf dem Smartphone.

Ein Griff in die Hosentasche und wir haben Zugang zu den unterschiedlichsten Unterhaltungs- und Kommunikationsplattformen – Internet sei Dank. Eine Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet aus dem Jahr 2016 ergab, dass sich etwa 60 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung ein Leben ohne Internet gar nicht mehr vorstellen können.

Dabei ist das Internet mit etwa 27 Jahren gerade mal so alt wie ein*e Student*in im besten Alter und könnte genauso gut besoffen auf irgendeiner WG-Party in der Ecke liegen: Der britische Informatiker Tim Berners-Lee entwickelte am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, 1989 die Grundlage des World Wide Webs und ging damit 1991 an die Öffentlichkeit.

Boah, Kabelsalat!

Wie würden Instagram, Spotify, Facebook und Co in einer Zeit vor dem Internet aussehen? Das fragte sich der in London lebende Art Director Thomas Ollivier und ließ sich auf dieses absurde Gedankenspiel ein – denn natürlich wären diese sozialen Netzwerke und Dienste ohne Internetverbindung gar nicht möglich. Daher sind die Vorschläge, die Thomas in seinem persönlichen Projekt Re:Birth – Pre-internet technology, auf Deutsch also Wieder:Geburt – Technologie vor dem Internet, zeigt, wohl auch mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

In dem Projekt verbindet er moderne, alltägliche Internetdienste mit Gegenständen der 1970er, 80er und 90er. So wird der Musikstreamingdienst Spotify kurzerhand zum knallgrünen Walkman aus den 80er Jahren – Kabelsalat inklusive –, Instagram ist in Form einer Einwegkamera plötzlich nicht mehr so schnelllebig und vergänglich und das Grafikprogramm Adobe Illustrator wird als Zaubertafel plötzlich für alle verständlich.

Das soziale Netzwerk Facebook wird zum Pager aus den 90ern und kann so zumindest immer griffbereit am Gürtel getragen werden, damit ja kein Status-Update verpasst wird. Die Suchmaschine Google wird in Form eines Lerncomputers plötzlich kinderfreundlich und für den Video-On-Demand-Anbieter Netflix muss kein monatliches Abo mehr abgeschlossen werden: Ein einfacher Klick an der Seite der Bilder-Brille reicht vollkommen aus.

Ganz egal ob modern oder retro: Thomas‘ kreative Ideen bringen einen nicht nur zum Schmunzeln, sondern erinnern auch an vergangene Zeiten, in denen das Leben noch nicht so sehr von Facebook, Instagram und Co bestimmt wurde.


Weiter Arbeiten von Thomas Ollivier findet ihr auf Instagram und auf seiner Website.