So könnten junge Macher*innen aussehen, wenn sie alt sind

Was die Zukunft wohl für uns bereit hält? Mit FaceApp lässt sich das zumindest für Gesichter junger Menschen erahnen. Wir haben es ausprobiert.

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In Wirklichkeit schon lange mindestens 80: CDU-Politiker Philipp Amthor. Foto: Getty Images / Bearbeitet mit FaceApp

Wir schreiben das Jahr 2069. In der zwölften Legislaturperiode in Folge wird das Land von der Bundeskanzlerin Jamila Schäfer (Grüne) geführt, die SPD hat sich als Satirepartei neugegründet und ist sensationell in den Bundestag eingezogen, und Philipp Amthor macht vermutlich dasselbe, was er auch heute macht. So oder so ähnlich könnte man sich die Zukunft vorstellen, wenn man die jungen, aufstrebenden Politik-Stars oder Aktivist*innen von heute in eine Zeitmaschine setzen und um 50 Jahre altern lassen würde.

FaceApp macht es möglich

Was in der Praxis allerdings kaum umzusetzen ist – unseres Wissen nach hat noch niemand eine Zeitmaschine erfunden –, lässt sich im App-Zeitalter umso besser in digitalisierter Form darstellen. Möglich macht das eine App, die jüngst die Spitze der Appstore-Charts in Deutschland erklommen hat.

Mit der kostenfreien FaceApp lassen sich unterschiedliche Filter über Porträtaufnahmen legen. Die Kamera-App für Android und für iOS verwandelt sie dann auf unterschiedliche Weise. Neben dem Alterungsfeature stehen Nutzer*innen außerdem verschiedene Filter zur Verfügung, mit denen sich eine neue Frisur oder ein Brillenmodell ausprobieren lassen. Natürlich lässt sich der Alterungsprozess auch umkehren und Selfies erhalten mit der App eine Verjüngungskur.

Alles, was ihr dafür tun müsst, ist ein Selfie schießen (alternativ eines aus eurer Galerie auswählen) und eine laut Herstellerangaben künstliche Intelligenz, also ein intelligenter Filter, erkennt eure Gesichtsmerkmale und kann diese entsprechend verfremden.

Vorsicht beim Datenschutz

Bei der Benutzung der App ist allerdings Vorsicht geboten. Aufnahmen werden nicht lokal bearbeitet, sondern zunächst auf die Server des Herstellers geladen. Daher lässt sich nicht nachvollziehen, was mit den Fotos nach dem Hochladen genau passiert. Außerdem sind in der kostenfreien Version der App nicht alle Features freigeschaltet. Wer alle Filter zum Retuschieren und Make-up-Auftragen verwenden möchte, muss die Pro-Version für einmalig 44 Euro oder im Abo für 20 Euro jährlich erwerben.

Doch auch ohne Pro-Version bekommt man kurzweilige Unterhaltung, mit der sich zumindest erahnen lässt, wie man in einem anderen Lebensabschnitt wohl aussehen könnte. Was die Zukunft wirklich für uns offen hält, kann die App allerdings auch nicht beantworten.