So magisch sehen Glühwürmchen im japanischen Mondlicht aus

Kei Nomiyama setzt sich mit dem Schwarmverhalten der Glühwürmchen in Japan auseinander und hält dieses fotografisch fest. Das Ergebnis ist bezaubernd.

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Wie aus einer anderen Welt: Glühwürmchen in den Bergen von Shikoku. @keinomiyama Instagram

Der Japaner Kei Nomiyama ist eigentlich Umweltforscher. Seine Freizeit verbringt der Hobbyfotograf mit der Suche nach neuen Motiven und Inspiration in der Natur. In einer magischen Glühwürmchenfotoreihe dokumentiert er die Lebenszyklen der außerirdisch schönen Lebewesen. Wired erklärte Nomiyama dazu, dass er Wissenschaftler geworden sei, um die Umwelt zu schützen. Er habe ein Interesse an Fotografie entwickelt, um die Natur zu dokumentieren. Seine Glühwürmchenbilder tun genau das. Sie zeigen, zu welchen gewaltigen Spektakeln die Natur in der Lage ist.

Im Gespräch mit Geo verriet der Fotograf außerdem, dass er vier Jahre gebraucht habe, den perfekten Ort zu finden, an dem er die Glühwürmchenschwärme fotografieren könne. Am Ende sei seine Wahl auf die Berge von Shikoku, die kleinste japanische Hauptinsel, gefallen. Dort habe er sich teils tagelang aufgehalten, um die richtige Beleuchtung und passenden Kameraeinstellungen zu finden. Die ganzen Mühen haben sich für Kei Nomiyama aber gelohnt. Der Fotograf erklärt, er fühle sich ruhig und entspannt, wenn er von seinen Glühwürmchen umgeben sei.

Die Tiere, die Nomiyama in den Bergen meist vor die Linse bekommt, gehören zu der Gattung der Luciola parvula. Im Gegensatz zu den Glühwürmchen in Nordamerika sondern bei den Luciola parvula nicht die Männchen die kurzen Lichtblitze aus, die später für die magischen Effekte auf Bildern erzeugen, sondern die weiblichen Glühwürmchen. Das Licht dient ihnen als Form der Kommunikation und zur Anziehung von paarungswilligen Männchen.

Auch Glühwürmchen sind vom Klimawandel bedroht

Auf seinem Instagram-Kanal teilt Kei Nomiyma seine Werke mit seinen Fans und Follower*innen. Hier macht er auch darauf aufmerksam, dass der Klimawandel den Lebensraum der Glühwürmchen bedroht. So schrieb er im Juni 2019, dass es in diesem Jahr in Shikoku keinen Regen gegeben habe und auch keine Regensaison.

Dies würde einen großen Einfluss auf die Glühwürmchenbevölkerung in der Region haben, deren normaler Lebenszyklus sich sowieso schon um zwei Wochen verspätet habe. Kei Nomiyama ruft deshalb zur Achtsamkeit mit der Natur und ihren teilweise sehr zerbrechlichen Lebewesen auf, damit er die Leute auch in den nächsten Jahren mit seinen Bildern verzaubern kann.

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