So würden Superheld*innen mit durchschnittlichen Körpern aussehen

Die Macher*innen der Photoshop-Aktion wollen zeigen, dass wir nicht einem unerreichbaren Körperbild nacheifern müssen.

Superheld*innen wie Wonder Woman, Captain America, Catwoman oder Batman sind nicht unbedingt bekannt dafür, sich besonders stark an der Realität zu orientieren: Sie haben Superkräfte, von denen wir Normalos nur träumen können. Sie können zum Beispiel fliegen, Laserstrahlen aus ihren Augen schießen, ihre Gestalt verändern, in Flammen aufgehen und noch vieles mehr. Doch nicht nur im Hinblick auf ihre Fähigkeiten entsprechen Comic-Held*innen nur selten der Realität: Ihre Körper sind meist perfekt trainiert, kein Gramm überschüssiges Fett, schlanke Taille und definierte Muskeln. Damit vermitteln sie ein Körperbild, das weit vom Durchschnitt entfernt ist.

In Deutschland gelten laut des Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 59 Prozent aller Männer und 37 Prozent aller Frauen auf Grund ihres Body-Mass-Indexes als übergewichtig. Auch in den USA, wo die meisten Superheld*innen in ihren Abenteuern leben, gelten mehr als zwei Drittel aller Personen laut des Gesundheitsinstituts CDC als übergewichtig.

Keinem unerreichbaren Körperbild nacheifern

Aus diesem Grund nahm sich die US-amerikanische Online-Plattform Bulimia, die rund um das Thema Essstörungen informiert und auf Anlaufstellen hinweist, die Cover bekannter Comic-Hefte vor. „Wie würden sie aussehen, wenn sie typische Körperformen und -größen widerspiegelten?“, heißt es auf der Webseite. Um diese Frage zu beantworten, wurden die Cover mit Photoshop überarbeitet und die Körper von Wonder Woman, Iron Man und Co. an die von durchschnittlichen US-Amerikaner*innen angepasst.

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Die Intention hinter der Photoshop-Aktion: Man wolle die Betrachter*innen darauf aufmerksam machen, dass diese Held*innen ein unerreichbares Ideal widerspiegelten und dass niemand das Gefühl haben müsse, einem derartigen Körperbild nacheifern zu müssen. „Was wirklich wahrhaft heldenhaft ist: Sich selbst, den eigenen Körper und die eigene Gesundheit zu respektieren“, schreiben die Macher*innen.


Essstörungen sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert online über dieses Thema und über Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige. Außerdem ist ein Beratungstelefon der BZgA unter 0221 89 20 31 montags bis donnerstags von 10:00 bis 22:00 Uhr und freitags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.