Sorry, Leute, aber eure Haustiere hassen Weihnachten

Ernsthaft: Hört auf, euren Katzen und Hunden kitschigen Weihnachtsklimbim um den Hals zu hängen. Wir zeigen euch, wie ihr die Weihnachtszeit für eure Haustiere etwas erträglicher gestaltet.

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Weihnachten? Finden Fuffi und Schnuffi nicht so geil. Screenshot: SoMee | Facebook

Das Kaminfeuer knistert, es duftet nach Sternanis und Nelken und zu euch unter die Kuscheldecke auf dem Sofa gesellt sich schnurrend eure Katze, während im Hintergrund im Fernsehen Drei Haselnüsse für Aschenbrödel läuft. Weihnachten ist für viele Menschen wahrscheinlich eine der glücklichsten und freudigsten Zeiten des Jahres. Schön verzierte Weihnachtsbäume, helle Lichter, Geschenke und natürlich gemütliche Stunden mit den Liebsten – was könnte besser sein?

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: So schön sich diese Vorstellung von Weihnachten anhören mag, nicht alle sind begeistert davon. Für eure Haustiere beispielsweise kann der Trubel in der Weihnachtszeit schnell zur Tortur werden. Es raschelt, es rumpelt und – auch wenn das nicht bewiesen ist – auch Katzen und Hunde hassen Whams Last Christmas. Und ob sie es wirklich so toll finden, wenn ihr ihnen Weihnachtsglocken um den Hals hängt oder Plastik-Rentiergeweihe auf den Kopf schnallt, darf zumindest angezweifelt werden. Im harmlosesten Fall ist es ihnen schlicht egal, im schlimmsten geht es ihnen zu unserer Belustigung tierisch auf die Nerven.

Laut einer Studie des Energieversorgers E.on schenkt jede*r zehnte Deutsche seinem*ihren Haustier etwas zu Weihnachten. Damit liegen Haustiere sogar noch vor Kolleg*innen und Nachbar*innen, an die demnach nur sieben, beziehungsweise acht Prozent zu Weihnachten denken. Klar, wenn ihr eure Haustiere schon unfreiwillig vor die Kamera für eure Weihnachts-Insta-Storys zerren müsst, könnt ihr ihnen zumindest ein neues Spielzeug kaufen.

Vorsicht bei Baumschmuck

Wenn ihr ihnen kein Geschenk zu Weihnachten schenken wollt, dann versucht sie bitte wenigstens nicht umzubringen. Schon ein falsch geschmückter Weihnachtsbaum kann für Fuffi und Schnuffi schlimm enden. Speziell junge Hunde und Katzen sind von festlich geschmückten Bäumen fasziniert. Gefährlich werden kann das, wenn sich die Dekoration nicht weiter oben am Baum und somit außer Reichweite für eure Haustiere befindet. Besonders gefräßige Hunde bedienen sich nicht selten am bleihaltigen Lametta und können sich daran leicht verschlucken.

Auf echte Glaskugeln sollte grundsätzlich verzichtet werden, da sie zerbrechen und so zu gefährlichen Splittern werden können. Auch echte Kerzen gehören nicht an den Baum, da ein Sprung des Haustieres gegen oder sogar in den Baum leicht zu einem Brand führen kann. Und auch die Wohnungsfenster solltet ihr eurem Haustier zu Liebe nicht mit Schneespray besprühen. Darin sind oftmals giftige Substanzen enthalten.

Auch Deko-Pflanzen gehören außer Reichweite

Auch bei der Auswahl eurer Pflanzen solltet ihr auf eure Haustiere Rücksicht nehmen. „Tiere finden neue Zimmerpflanzen spannend, und in diesem Fall kann dies fatal ausgehen“, warnt Tina Hölscher, Tierärztin der Organisation Aktion Tier. Der beliebte Weihnachtsstern etwa ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern für Hund und Katze hochgiftig. Wenn Haustiere an der Pflanze nagen, kauen oder lecken, kann es von klassischen Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Zittern und Muskelkrämpfen bis hin zu Durchfall und Nierenversagen kommen. Sollten es eure Tiere doch schaffen, an einem Weihnachtsstern zu nagen, sollte schnellstmöglich ein*e Tierärzt*in aufgesucht werden. Auch Deko-Pflanzen wie Stechpalme und Mistel können dem Haustier schaden.

Schokolade kann tödlich sein

Mhhh, Schokolade. Gerade zur Weihnachtszeit wandern glasierte Plätzchen, Lebkuchen und Schokolinsen nur zu gerne in unsere Mägen. Das darf nach einem anstrengenden Jahr auch jedem*r erlaubt sein. Bloß vor euren Haustieren solltet ihr die von Oma geschenkt bekommenen Packungen Mon Chéri besser gut verstecken. Fast alle Schokoladen enthalten Theobromin, ein Wirkstoff aus der Kakaobohne, das für Menschen harmlos, für euer Haustier aber tödlich sein kann.

Hat das Tier Schokolade gefressen, wird das Theobromin im Darm vollständig ins Blut aufgenommen. Von dort gelangt es in die Leber und setzt verschiedene Stoffwechselprozesse in Gang. So führen die in der Schokolade enthaltenen Substanzen dazu, dass vermehrt Stresshormone im Körper des Tieres ausgeschüttet werden. Im schlimmsten Fall kann das für das Tier tödlich enden. Die Vergiftung mit Schokolade ist ein Notfall, der dringend tierärztlicher Abklärung und Behandlung bedarf.

Keine Welpen unterm Tannenbaum

Alle Jahre wieder werden Tiere immer noch zu Weihnachten verschenkt. Die Freude über den Familienzuwachs ist vor allem bei Kindern oft groß, wenn Hund, Katze oder Kaninchen mit Schleife verpackt unter dem Tannenbaum landen. Nicht selten aber enden sie nach der unüberlegten Überraschung nach kurzer Zeit wieder im Tierheim oder auf der Straße – zum Teil sogar bereits zwischen Weihnachten und Neujahr. „Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum“, warnt auch der Deutsche Tierschutzbund.

Außerdem bei ze.tt: Diese Bilder zeigen, dass unsere Haustiere Weihnachtsbäume nicht ausstehen können

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