Student schreibt E-Mails an alle Nicoles seiner Uni, um die Richtige wiederzufinden

Ein kanadischer Student hatte eine Kommilitonin kennengelernt, von der er nur wusste, dass sie Nicole heißt. Um sie wiederzufinden, verschickte er 247 E-Mails.

Verschicken an "alle". Foto: Fancygrave.com / Pexels | CC0

Carlos Zetina studiert an der Universität in Calgary, Kanada. Eines Abends ging er aus und lernte in einer Bar eine Frau kennen, die ihn begeisterte. Er begleitete sie und eine ihrer Freundinnen nach Hause. Sie sagte ihm ihren Vornamen, Nicole, und gab ihm eine Telefonnummer, die allerdings nicht stimmte. Carlos konnte Nicole also nicht erreichen und kam dann auf eine Idee, die mehr auslöste, als er sich vermutlich vorstellen konnte, wie die kanadische Huffington Post berichtet.

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Er schrieb eine E-Mail, an alle Nicoles, Nicolettes und Nikkis, die er im Verteiler der Universität finden konnte, darunter auch Dozentinnen. Wie die Huffington Post schreibt, kam er vermutlich über eine Art Autovervollständigung an alle Adressen. Das E-Mail-System der Uni füllt die Zeile automatisch aus, wenn man den Anfang eines Namens eintippt. Vermutlich hat er dann „alle“ ausgewählt und seine Mail verschickt. Insgesamt ging die an 247 Personen. In der Mail spricht er davon, dass er auf der Suche nach Nicole aus den Niederlanden sei, mit der er über Nietzsche gesprochen hätte. Falls sie keine Lust habe zu antworten, sei das okay. Alle anderen sollten diese Mail bitte ignorieren, schreibt er.

© Twitter / Nicole Macmillan

Nicole from last night

Doch genau das Gegenteil passierte. Die angeschriebenen Nicoles begannen sich gegenseitig E-Mails zu schreiben und verlegten ihr Gespräch schnell in die sozialen Netzwerke. Eine der Nicoles gründete die Facebook-Gruppe Nicole from last night, die 90 Mitglieder hat. Für den nächsten Tag organisierten sie ein Nicole-Treffen in der Innenstadt. Die gesuchte Nicole war jedoch nicht unter ihnen.

Wie sich herausstellte, hatte sie die E-Mail gar nicht erhalten. Als Austauschstudentin verfügte sie nicht über eine Uni-E-Mail-Adresse, wie sie in einem Facebook-Post schreibt. Über das neugegründete Nicole-Netzwerk erfuhr sie dennoch von der Geschichte und schrieb, dass sie ihm versehentlich die falsche Nummer gegeben habe, weil sie ihre Nummer erst seit einer Woche hatte. Das Nicole-Netzwerk organisierte daraufhin den Tausch der richtigen Nummern und Carlos sagte der Huffington Post, dass beide sich bald wiedersehen würden.

Und auch ein weiteres Treffen steht an: Die echte Nicole will sich mit allen anderen Nicoles verabreden.