#StyleNotSize: Diese TikTok-Clips zeigen, dass Outfits nicht an Körperformen gebunden sind

Unter dem Hashtag #StyleNotSize posten Denise Mercedes und Maria Castellanos Videos in Partnerinnen-Outfits. Sie beweisen, dass Croptops und Bodycons gut aussehen, egal welche Kleidergröße man trägt.

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Auf TikTok und Instagram posten Denise Mercedes und Maria Castellanos unter dem Hashtag #StyleNotSize Fotos von sich in Partnerinnenoutfits. Screenshot: © Instagram / @denisemmercedes / Bearbeitung: © ze.tt

Zusammen mit ihrer besten Freundin Maria Castellanos startete Denise Mercedes 2019 eine TikTok-Videoserie: Style not Size. In den kurzen Clips sieht man die zwei Frauen zu Musik tanzen oder posen – dabei tragen sie immer die gleichen Outfits. Als sogenanntes Plus-Size-Model hätte sie immer das Gefühl gehabt, dass ihre Community auf bestimmte Styles und Outfits begrenzt würde, sagt Mercedes in einem Interview mit Naira NYC. „Ich wollte Leuten zeigen, dass ich plus-sized bin und trotzdem Croptops und Bodycons tragen kann.“

So sei die Idee zu den Videoclips mit ihrer besten Freundin Maria entstanden. „Ich trage Größe 42/44 und Maria Größe 32, aber wir sehen beide fantastisch aus“, schreibt Mercedes unter einem Posting.

14 Videos haben die beiden inzwischen unter dem Hashtag #StyleNotSize auf TikTok gepostet. Das Projekt kommt offenbar gut an: Über 400.000-mal wurde das neueste Video der beiden angeklickt. „Wir sind es gewohnt, dass nur ein Körpertyp gefeiert wird, was sehr viele Menschen ausgrenzt“, antwortet sie auf die Frage, warum sie glaube, dass #StyleNotSize so erfolgreich sei. „Die Serie gibt Menschen das Gefühl, dazuzugehören. Sie erzählen uns, dass ihr Selbstbewusstsein gestiegen sei.“

Auf Instagram, wo Mercedes und Castellanos ihre Videos ebenfalls posten, gibt es bereits über 1.200 Einträge unter dem Hashtag #StyleNotSize. Frauen, überwiegend aus den USA, aber auch aus anderen Ländern wie Spanien oder Großbritannien, zeigen unter dem Hashtag ihre Outfitfotos – manchmal zusammen mit einer Freundin, manchmal alleine.

Der Körperbau von Menschen sollte nicht Gegenstand von Debatten sein.

@warholgrrrl

Eine von ihnen ist die Nutzerin @warholgrrrl. Sie schreibt, dass Leute schon immer Wörter gesucht hätten, um ihren Körper ohne das Wort „fett“ zu beschreiben: „ein paar Extrakilos“, „kurvig“, „mollig“. Dabei sei sie überhaupt nicht kurvig, sagt sie. „Ich habe keine Sanduhr- oder Birnenfigur, sondern einen ziemlich geraden Körperbau.“

Sie hätte sich auch aufgrund von Zuschreibungen wie „kurvig“ lange in ihrem Körper unwohl gefühlt – bis ihr klar wurde, dass sie keiner ästhetischen Norm entsprechen müsse, auch keiner ästhetischen Norm von dicken Menschen. „Wenn jede Person einzigartig ist, warum muss mein Körper so aussehen wie der anderer Mädchen?“, fragt sie. „Dicke Mädchen in Zeitschriften repräsentieren nicht uns alle.“ Auch dort gäbe es eine Diversität an Formen und Körpern. Ihr Fazit: „Die Wahrheit ist, dass der Körperbau von Menschen nicht Gegenstand von Debatten sein sollte.“

Auch Denise Mercedes, Inititorin des Hashtags #StyleNotSize ist eine Advokatin der Body-Positivity-Bewegung. Auf ihrer Website schreibt das Model, dass sie eine Stimme für Frauen aller Formen und Größen werden möchte. Sie glaube daran, dass jeder Mensch auf seine*ihre Weise schön sei.

th

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