Surfer baut ein Surfbrett aus 10.000 Zigarettenkippen

Mit seiner Idee macht Taylor Lane auf ein ernsthaftes Problem aufmerksam: die Umweltverschmutzung an Stränden.

Taylor hält das fertige Surfbrett in den Händen.

Taylor hält das fertige Surfbrett in den Händen. © Screenshot / Vimeo

Rauchen schadet der Gesundheit und die Zigarettenstummel sind auch noch schlecht für die Umwelt – zumindest, wenn sie falsch oder gar nicht entsorgt werden. Da sie hochgiftige Substanzen enthalten, gehören sie eigentlich in den Restabfall. In der Öffentlichkeit landen die Kippen jedoch meist achtlos auf dem Boden.

Betrachtet man die blanke Stückzahl, sind Zigarettenkippen der häufigste Müll in der Landschaft. 4,5 Billionen der 5,6 Billionen jährlich weltweit gerauchten Zigaretten werden achtlos weggeworfen. Auch Strände bleiben nicht von den Kippen verschont. Taylor Lane aus Kalifornien wollte darauf aufmerksam machen – und hat aus 10.000 Kippen kurzerhand ein Surfbrett gebastelt.

Mit der Hilfe von Freund*innen sammelte Taylor an der kalifornischen Küste die Zigarettenstummel ein und bettete den Müll in ein Surfbrett ein. Die Zigaretten sind nach dem Glasieren und Harzen des Boards durch die transparente Schicht immer noch sichtbar. Das Projekt reichte er beim US-amerikanischen Creators & Innovators Upcycle Contest ein und belegte in diesem Jahr den ersten Platz.

Der Wettbewerb honoriert die besten Upcycling-Ideen. Der Anspruch: aus Alt mach Neu, aus weggeworfenen Produkten etwas Besseres. Die Teilnehmer*innen sollten aus Müll ein funktionales Objekt zum Wellenreiten kreieren. Das konnten Surfboards oder Boote sein.

„Für mich machen die Zigarettenstummel auf das Problem der Umweltverschmutzung gut aufmerksam“, erklärt Taylor sein Projekt. Auf dem zweiten Platz landete François Jaubert, der ein Surfbrett aus alten Holzpaletten, recyceltem Styropor und kleinen Holzteilen gebaut hatte.