Trotz Maske: Fotoprojekt will queeren Menschen Sichtbarkeit verleihen

Out and proud zu sein, ist während der Corona-Zeit besonders schwierig. Deshalb haben sich die Sängerin und Journalistin Kaey und der Blog iHeartBerlin ein ganz besonderes Projekt ausgedacht.

Die Clubs sind zu, Bars auch. Festivals, Veranstaltungen und Straßenumzüge wurden abgesagt. Das ist für viele hart. Menschen aus der queeren Community trifft es besonders, denn für sie bedeuten diese Orte Austausch, Teilhabe und Sichtbarkeit. Um letztere geht es den Macher*innen des Blogs iHeartBerlin, die zusammen mit der Siegessäule-Redakteurin Kaey ein Fotoprojekt umgesetzt haben.

„Dass Queers hinter verschlossenen Türen und hinter anonymen Masken in Quarantäne verschwinden, ist ein ziemlicher Rückschlag“, sagt Frank R. Schröder, einer der Begründer von iHeartBerlin. Denn Homo- und Transphobie seien weiterhin bestehende Probleme. Dem müsste man mit queerer Sichtbarkeit entgegentreten.

Sechs Vertreter*innen der Berliner queeren Szene posierten für das Fotoprojekt mit ganz besonderem Mund-Nasen-Schutz. Darunter der Influencer Riccardo Simonetti, Dragqueen Karlie Kant und Kaey selbst. Von ihr stammt die Idee mit den Masken – in Selbstisolation fertigte sie Hunderte davon an. Mit Pailletten und in Regenbogenfarben sollen sie trotz Corona für die nötige Sichtbarkeit queerer Menschen sorgen.

Für die Zeit nach Corona – als queeres Zeitzeugnis sozusagen – werden die abgelichteten Masken ebenso wie die Fotografien dem Schwulen Museum in Berlin-Schöneberg gespendet.

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