Trump will einen van Gogh und bekommt stattdessen ein goldenes Klo

Donald Trump wollte vom Guggenheim Museum in New York City ein Van-Gogh-Gemälde für das Oval Office leihen. Das bot ihm aber ein ganz anderes Kunstwerk an – mit provokativem Namen. 

Ein Griff ins Klo? © dpa / Collage: ze.tt

Es ist nicht unüblich, dass das amtierende Staatsoberhaupt der USA sich teure Kunstwerke zur Dekoration des Oval Office leiht: Die Kennedys hatten The Smoker von Eugène Delacroix hängen, die Obamas hielten es mit Werken der Künstler Mark Rothko und Jasper Johns eher abstrakt, wie die US-amerikanische Tageszeitung The Washington Post berichtet. Die Wahl der Trumps fiel auf den niederländischen Maler Vincent van Gogh und daher wurde das Kunstwerk Landschaft mit Schnee aus dem Jahr 1888 beim Guggenheim Museum in New York City angefragt.

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Wie jetzt bekannt wurde, musste das Museum diese Anfrage ablehnen, da das besagte Gemälde ein Teil der Thannhauser-Sammlung des Museums und somit ausgeschlossen von Reisen beziehungsweise dem Verleih sei. In einer Mail vom 29. September 2017 soll die Museumskuratorin Nancy Spector jedoch einen Gegenvorschlag an Donna Hayashi Smith vom Weißen Haus gemacht haben: Das Weiße Haus könne stattdessen das Kunstwerk mit dem Titel America leihen. Der italienische Künstler Maurizio Cattelan schuf eine voll funktionsfähige, massive Toilette aus 18-karätigem Gold, die laut der Nachrichtenplattform BBC als Kritik am übertriebenen Wohlstand der USA verstanden werden kann. Spector erklärt in der Mail weiter: „Es ist selbstverständlich sehr kostbar und etwas zerbrechlich, aber wir würden alle Anweisungen zur Installation und Pflege bereitstellen.“

Sollten der Präsident und die First Lady also interessiert daran sein, die goldene Toilette im Weißen Haus zu installieren, wäre das möglich, heißt es weiter. Bisher hat das Weiße Haus laut BBC jedoch noch nicht reagiert.