Twitter-User*innen „restaurieren“ spanisches Gemälde

Nach der missglückten Restauration eines Marienbildnisses ruft die britische Royal Academy dazu auf, das Bild mit eigenen Entwürfen zu retten.

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Eins schöner als das andere. Screenshot links: © @kikolo777 | Twitter, Mitte: © @TheBeardyBoyo | Twitter, rechts: © @drystone_game | Twitter

Mit dem Original hat das Bild nur noch wenig zu tun. Die wertvolle Kopie eines der Marienbildnisse des spanischen Barockmalers Bartolomé Esteban Murillo erinnert nun eher an eine lieb gemeinte Kinderzeichnung. Ein Restaurateur aus Valencia sollte sich eigentlich um die Wiederherstellung des Bildnisses kümmern, verunstaltete es aber stattdessen.

Vergangene Woche Montag veröffentlichte die Nachrichtenagentur Europa Press Vorher-Nachher-Bilder der Arbeit des Restaurateurs. Wie unter anderem die dpa berichtete, hatte ein Privatsammler dem Restaurateur 1.200 Euro im Voraus bezahlt. Obwohl er eine zweite Chance bekam, das Gemälde zu retten, missglückte auch dies.

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Die Royal Academy of Arts, eine der bekanntesten Kunstinstitutionen Großbritanniens, fragte auf Twitter deshalb einfach mal nach: Wer hätte einen besseren Job bei des Restaurierung des Gemäldes gemacht?

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Von Lego bis Trump

Dem Aufruf der Royal Academy folgend luden Twitter-Nutzer*innen das Bildnis in zahlreichen Varianten hoch: mit Lego-Kopf, mit Trump-Gesicht oder auch einem Ausschnitt der ebenfalls missglückten Cristiano-Ronaldo-Statue.

Der Fall weckt Erinnerungen

Das Marienbildnis ist nicht das erste restaurierte Gemälde, das vorher besser aussah als nachher. 2012 verhunzte eine spanische Amateur-Restauratorin das Jesus-Fresko Ecce homo, von den Medien in Ecce mono – auf Deutsch: „Affen-Jesus“ – umgetauft. Die Ortschaft Borja, in der das Bild zu sehen ist, verwandelte das Ganze in eine große Marketing-Aktion und verlangt sogar Eintritt für ein Selfie mit ihm.

Für die Malerei von Bartolomé Esteban Murillo gibt es keine Pläne in diese Richtung. Ein anderer Experte soll versuchen, das Bild noch zu retten. Die Hoffnungen seien aber gering, heißt es in der Meldung der dpa.

mz