Unter #WasChefsSagen zeigen Twitter-User*innen, was schlechte Führung ist

Auch im Jahr 2020 gibt es Vorgesetzte, die ihren Job nicht verstanden haben. Hier sind besonders gute Beispiele für besonders schlechte Führung.

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Warum funktioniert Führung in vielen Modernen immer noch wie in den 1960er-Jahren? Screenshots: © @Kidayna, @Sehnsuchts_kind, @kulturmfalke / Twitter

„Wo gelacht wird, sind noch Ressourcen“ – wenn man Tweets wie diese liest, die unter dem Hashtag #WasChefsSagen auf Twitter gesammelt werden, fühlt man sich direkt in die 1960er-Jahre zurückversetzt. Oder ins Büro von Albtraumchef Stromberg.

Knallharte Besserwisserei, patriarchalisches Gebaren und Machtgehabe, Unterdrückung, Zynismus und Ausbeutung – wie kann es sein, dass so ein Verhalten im Jahr 2020 noch immer so verbreitet zu sein scheint? Mittlerweile sollte sich bis ins verstaubteste Unternehmen herumgesprochen haben, dass moderne Führung inzwischen anders aussieht als zu Adenauers Zeiten. Hier ein paar der scheußlichsten Beispiele für schlechte Führung von Chef*innen.

Thema Lob, Motivation und Feedback

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Die Zusammenarbeit zwischen Angestellten und Vorgesetzten basiert auf klarer Kommunikation, dazu gehört logischerweise Feedback. Und selbstredend auch Lob – sofern es spezifisch und zutreffend ist. „Hey, ihr alle macht das alles immer total super“ ist wenig konkret und daher wenig sinnvoll.

Hinzu kommt, dass harsche Kritik von Vorgesetzten unangenehme Folgen haben kann, wie eine kanadische Studie ergeben hat. Studienautor Yeun Joon Kim: „Negatives Feedback von Vorgesetzten kann Karriereängste auslösen.“

Thema Homeoffice

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Dabei hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass Homeoffice in vielen Abteilungen und Unternehmen zum einen eben sehr wohl möglich ist und auch produktiv sein kann, zum anderen allerdings auch, dass es bei der Heimarbeit – besonders, wenn Kinder zu beschulen sind – zu einer Entgrenzung und Verwischung von Arbeits- und Freizeit kommt.

Umso wichtiger, dass entsprechende Strukturen aufgebaut werden, und das Homeoffice in entsprechenden Berufsfeldern als Teil der modernen Arbeitswelt aufzufassen.

Die unbedingte Anwesenheit im Büro ist hingegen nicht selten von einem ausgeprägten Kontrollbedürfnis geprägt. Und das wiederum fußt auf Misstrauen und mangelnder Souveränität.

„Viele klassische Arbeitsverhältnisse in Deutschland sind von Präsenzkultur geprägt, also davon, dass die Beschäftigten in der Betriebsstätte arbeiten“, heißt es in einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). „Vorgesetzte haben dadurch die Möglichkeit, die Arbeitsleistung in Form von Anwesenheit und Engagement im Arbeitsalltag einzuschätzen.“

Thema Überstunden und Arbeitszeit

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Natürlich kann ein Unternehmen von den Mitarbeitenden Engagement und Einsatz erwarten, besonders in Krisenzeiten oder wenn wichtige Projekte fertig werden sollen.

Allerdings ist Arbeit, grob zusammengefasst, Zeit und Leistung gegen Geld: eine Transaktion. Und dafür gibt es klare Regeln. Die standardmäßig zu übertreten, mehr als vereinbart zu verlangen und davon auszugehen, dass Angestellte kein Leben außerhalb der Arbeit führen und mit großem Enthusiasmus alles andere gnadenlos dem Job unterordnen, ist ausbeuterisch und führt perspektivisch zu Frust und Demotivation.

Thema allgemeine Gemeinheit und Größenwahn

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L’état, c’est moi“ – der Staat bin ich. So soll ein Ausspruch des französischen Königs Ludwig XIV. gelautet haben, mit dem er seinen absolutistischen Herr*innenschaftsanspruch untermauert hat. Nur, dass entsprechende Vorgesetzte nicht über Frankreich herrschen, sondern bloß über eine Abteilung. Beinahe lustig – wäre es nicht so erbärmlich. Und ja, selbst als Witz.

Gute Führung – ja, die gibt’s auch

Doch es gibt durchaus ein paar Positivbeispiele.

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Diese Beispiele zeigen, was Angestellte brauchen und zu schätzen wissen, dazu gehören vor allem Anerkennung und Unterstützung. Nur so kann ein Vertrauensverhältnis wachsen. Und das ist nun mal wichtig für produktives und konstruktives Arbeiten.

Schlechte Führung kostet

Schlechte Führung bleibt nicht folgenlos: Stimmung, Motivation und Leistung sinken, das Personal wechselt ständig, der Krankenstand steigt. All das verursacht Kosten. Laut einer Untersuchung des Umfrageinstituts Gallup von 2018 gehen der deutschen Wirtschaft durch schlechte Führung und dem daraus resultierenden „Dienst nach Vorschrift“ jährlich über 100 Milliarden Euro flöten. Tja.

Gute Führung hingegen zeichnet sich durch individuelle Förderung und umsichtige Steuerung, Transparenz, Vertrauen und klare Verantwortlichkeiten aus. Durch die Fähigkeit, Menschen emotional zu überzeugen und das richtige Umfeld zu schaffen, damit das Team bestmögliche Arbeit leisten kann.

Angestellte sind Menschen, sie wollen gesehen und wertgeschätzt werden. Das heißt selbstverständlich nicht, dass es Gummibärchen, Sekt und Party im Büro geben muss. Aber eine angemessene Einschätzung der Leistung und Unterstützung, wo sie nötig ist, sind die wesentlichen Bausteine. Und das ist eigentlich gar nicht so schwierig.