Untersetzer, Festnetz und ein voller Kühlschrank – das gibt es nur bei den Eltern zu Hause

Bei den Eltern gelten ganz eigene Regeln. So nervig und absurd diese auch sind, so sehr lieben wir sie.

„Classic FM ist doch so schön!“

„Classic FM ist doch so schön!“ Quelle: Screenshot Youtube

Zu Weihnachten begeben wir uns für einige Tage raus aus unserer Blase und hinein in eine andere Welt. Viele fahren über die Feiertage nach Hause zu den Eltern oder zur Familie. Was einen dort erwartet, ist eine regelrechte Parallelwelt. Sie wird beherrscht von Essen und Sauberkeit und ist manchmal ganz schön nervig. Dinge, die euch bei den Eltern zu Hause erwarten:

1. Tische, auf die man nichts stellen darf

Es klingt unlogisch, aber eben nur für uns. Eltern lieben Tischuntersetzer, Deckchen, Glasplatten – alles, was hilft, das schöne Holz des Tisches zu schützen. Wen juckt es schon, dass der wunderschöne Tisch dadurch nie zu sehen ist.

2. Das WLAN wird nachts abgedreht

Nachts kurz vor Mitternacht: Ich gucke Netflix, plötzlich ist das Internet weg. Schließlich geht mein Vater jetzt ins Bett. Das böse Internet wird ausgeschaltet, sonst verstrahlt es uns noch alle im Schlaf.

3. Die Dusche muss nach dem Benutzen mit einem Wischer abgezogen werden

Es könnte sonst ja Wasserflecken geben!!!

4. Gebügelte Klamotten

Sogar die Unterwäsche wird gebügelt. Zu Beginn wirkt das unnötig, ja spießig. Wieder zurück in der WG vermisst man plötzlich die faltenfreien Unterhosen.

5. Die totale Finsternis dank Rollläden

Es ist so unfassbar dunkel, dass du nachts beim Weg aufs Klo gegen den Sessel läufst und bis mittags schläfst wie ein Murmeltier.

6. Der Kühlschrank ist immer voll

Unglaubliche Auswahl und niemals endendes Essen, so sieht der Kühlschrank nur zu Hause aus. Neigt sich der Vorrat doch mal dem Ende zu, gibt es auch noch die Tiefkühltruhe.

7. Überall ist Butter

Egal ob auf dem Frühstücksbrötchen, unter dem Lachs oder in der Pfanne: Überall ist Butter.

8. Du wirst alle zwei Minuten gefragt, ob du noch etwas essen möchtest

„Was, hast du keinen Hunger mehr?“

9. Kaffeesahne statt Milch

Alles ist bio, Fairtrade oder gleich vom Nachbarn. Aber in den Kaffee darf nur die Kaffeesahne.

10. Es gibt zum Kaffee immer etwas Süßes

Plätzchen, Kuchen oder ’ne Rumkugel: Kaffee ohne einen süßen Snack gibt es nicht.

11. Die ewigen Diskussionen, warum du kein Fleisch isst

„Kannst du ruhig essen!“

„Mama, da ist doch Fleisch drinnen!“

„Ist doch nur Speck.“

12. Kommentare über dein Gewicht

Bei den Eltern gibt es eigentlich nur zwei Extreme: „Du bist ja nur mehr ein Strich in der Landschaft, iss doch mal was!“ Oder: „Ins Fitnessstudio könntest du auch mal wieder gehen!“

13. Es gibt einen Fernseher

Alle Vorsätze, deine Lebenszeit nicht mit Trash-Sendungen zu verschwenden, sind vergessen. Rein in die Jogginghose und los geht’s.

14. Die Eltern zahlen alles und überall

Plötzlich fühlt sich das Leben so einfach an. Frühstücken hier, einen Cappuccino dort – und alles bezahlen die Eltern. Erst nach Tagen fragst du dich, wo du eigentlich dein Portemonnaie gelassen hast.

15. “Maaaammmmaaaaa”–Geschrei

Egal, wie alt man ist, man traut sich, wieder laut “Maaaammmmaaaaa” durch das ganze Haus zu schreien.

16. Super saubere Räume

So könnte das Leben also sein, wenn man regelmäßig putzen würde. Damit das auch so bleibt, müssen die Haare nach der Badbenutzung mit einem kleinen Handstaubsauger aufgesaugt werden.

17. Vom Geräusch des Staubsaugers geweckt zu werden

„Schhhhwwwwwwwhhhhhh.“ Wahlweise auch von den Lauten des Schnitzelklopfers.

18. Streit darum, wer das Auto bekommt

Alle Jahre wieder entzweit der Streit um das Auto ganze Familien. Wer hat mehr Anspruch? Die Besitzer*in oder die Kinder, die vor ihnen dringend flüchten müssen.

19. Streit um den Radiosender im Auto

Jahrelang erklärte mir mein Vater, dass die Person, die das Auto fährt, auch den Radiosender im Auto bestimmen darf. Als ich dann endlich den Führerschein hatte, wollte er sich daran nicht mehr erinnern. Außerdem: „Classic FM ist doch so schön!“

20. Festnetz

Niemand braucht es und es ist unglaublich laut. Bevorzugt rufen Opa und Oma an. Gerne auch morgens um 8 Uhr, ob man sich zehn Minuten später in der Kirche sehe.

21. Mutti möchte nachts geweckt werden, damit sie weiß, dass man heil zu Hause angekommen ist

Ups, ganz vergessen!

22. Konstante Anweisungen, doch bitte die Hausschuhe anzuziehen

„Sonst holst du dir noch ’ne Blasenentzündung, Kind!“

23. Kaltes Wasser

Endlich kann man mal die tolle Badewanne nutzen. Voller Vorfreude setzt man sich schon viel zu früh in die Wanne, genießt das warme Wasser, den Schaum. Ach, die Weihnachtstage können doch entspannend sein … Plötzlich wird es kalt, eiskaltes Wasser läuft aus dem Hahn. „MAAAMMMMAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!“