„Venmo me“: Menschen aus den USA bieten für wenig Geld die skurrilsten Dienste an

Bilder von Füßen oder böse Kommentare unter Selfies der ungeliebten Exfreund*innen – junge US-Amerikaner*innen lassen sich neuerdings per App für kleine Dienste in sozialen Netzwerken bezahlen.

photocase_2544219

Warum die Welt kostenlos mit einem Selfie erfreuen, wenn es doch auch für Geld geht? Foto: ManuelFromMadrid Photocase

Nichts ist umsonst auf der Welt – ja, auch in der virtuellen. Warum sollten Nettigkeiten wie Komplimente unter Instagram-Fotos oder Nudes, die man auch gerne mal kostenlos verschickt, nicht zu Dienstleistungen werden? Das denken sich wohl auch einige junge US-Amerikaner*innen, die Folgendes machen: Benutzer*innen von sozialen Medien wie Twitter lassen sich über den mobilen Zahlungsdienst Venmo Geld überweisen. Im Gegenzug erhalten die Zahlenden kleine Dienstleistungen, etwa ein süßes Foto von Hündin Lola:

Venmo ist eine App von PayPal. Doch im Gegensatz zu dem auch in Europa bekannten Bezahldienst müssen Benutzer*innen nicht ihre E-Mail-Adressen weiter geben. Die Angabe eines Namens reicht. Es funktioniert eben so schnell und einfach wie auch die Jobs, die damit bezahlt werden sollen, die aber manchmal dennoch eine große Wirkung erzielen können. Die US-Nachrichtenseite BuzzFeed News hat laut eigenen Angaben mit der 24-jährigen Keani Jury gesprochen, für die dieser Tweet zu Beginn nur ein Witz gewesen sein soll: „Venmo mir 20 Dollar und ich kommentiere „ew“ unter dem Selfie eines Feindes, 10 Dollar dafür, dass ich prüfe, ob dein Mann dich betrügt, und 5 Dollar für Bilder meiner Füße.“

Jedoch muss auch Keani Jury zugeben, dass sie schon geahnt habe, dass manche ihren Tweet ernst nehmen würden. Und so kam es auch: Sie habe von vier Fremden die Anfrage bekommen, ob sie testen könne, ob die Partner fremdgehen würden, drei Anfragen für Fotos von ihren Füßen und zwei, die sich ein „ew“ unter die Fotos von Ex-Freund*innen wünschen. Einige Nutzer*innen posten auch Screenshots von den Überweisungen, um zu zeigen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die für diese Dienste zahlen.

Hier eine kleine Übersicht über die skurrilsten Ideen: