Volle Katze voraus! – So elegant segeln diese Katzen durch die Luft

Für das Projekt Flying Cats wagen sich Katzen in luftige Höhen – und die Fotografin Julia Christe lichtet sie dabei ab.

Irritierte, verdutzte Blicke, ausgestreckte Tatzen und fliegendes Fell: Die Katzen auf den Fotos von Julia Christe haben buchstäblich den Boden unter den Pfoten verloren und segeln geradezu durch die Luft. Diese Momente hat die Fotografin in ihrem Foto-Buch Flying Cats, also fliegende Katzen, festgehalten – und die Ergebnisse sind nicht nur pelzig, sondern auch ziemlich lustig.

[Außerdem auf ze.tt: Catisfaction: So sehen zufriedene Katzen aus]

Die Idee zu dem Buch kam ihr, als sie auf ihrem Hof eines Tages drei Katzenbabys fand: „Ihre Mutter war eine dieser sehr scheuen verwilderten Katzen – und so kommt es, dass wir auf unserem Hof nun drei zutrauliche Katzen haben“, erinnert sie sich. Außerdem sei das Buch gewissermaßen eine logische Fortsetzung von Flying Dogs, einem ähnlichen Fotoprojekt, welches 2016 veröffentlich wurde.

Fliegende Stubentiger

Doch wie bekommt man die Stubentiger dazu, durch die Gegend zu springen, damit solche luftigen Aufnahmen überhaupt entstehen können? Das sei bei allen Tieren ganz unterschiedlich gewesen: „Einige, besonders die jungen und verspielten Katzen, sind gern einem Spielzeug hinterher gesprungen. Andere wiederum, (…) wurden auf dem Arm gehalten und aus circa Hüfthöhe auf eine weiche Matte fallen gelassen“, verrät Julia Christe.

Außerdem auf ze.tt: Die irren Gesichtsausdrücke von Hunden, die ihr Leckerli fangen

Viele der fotografierten Katzen sind jedoch schon echte Kamera-Profis: Da sie durch Ausstellungen und Shows trainiert gewesen sein, hätten sie keine Probleme mit der Studioumgebung gehabt und seien unerschrocken aufgetreten, erklärt die Fotografin. Doch einige Katzen wollten sich partout nicht ablichten lassen. Das war für Julia Christe jedoch kein Problem, sie sieht es gelassen: „Das muss man als Fotograf akzeptieren und sie in Ruhe lassen. Gezwungen wurde keine Katze und es hat sich auch keine verletzt.“

Aus ihrer Erfahrung weiß sie außerdem, dass Tierfotografie einige Zeit in Anspruch nehmen kann, und erklärt: „Tiermodels sind nicht so einfach planbar.“ Deshalb habe die Arbeit an dem Fotobuch insgesamt knapp ein Jahr gedauert.


Weitere Informationen und Arbeiten von Julia Christe findet ihr auf ihrer Verlagsseite, alle Fotos entstammen ihrem Fotobuch „Flying Cats“.