Von B nach B – ein Berlin-Podcast: Die Friedhofsflucht

Am 5. August 1961 heiratet die Ostberlinerin Waltraud Niebank ihren Westberliner Tanzschulpartner Lothar. Sieben Tage später wird die Mauer gebaut und das Paar getrennt. Bis sich Waltraud zur Flucht entscheidet.

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"Es kommt ihnen wie eine Ewigkeit vor, wenn die Not im Nacken sitzt.“ Foto: Daian Gan / Unsplash | CC0

Sie haben ausführlich über den Kalten Krieg diskutiert, „Goodbye, Lenin!“ geguckt und irgendwann brachte auch mal eine Lehrerin Spreewaldgurken mit. Viel wissen Nach-Mauerfall-Geborene nicht über die deutsche Teilung. ze.tt hat sechs Zeitzeug*innen besucht, die von Ost- nach Westberlin flüchteten. Ihre Geschichten sollen jungen Menschen in unserem Podcast zeigen, was es hieß, „rüberzumachen“.

In Folge 1 sprechen wir mit der heute 82-jährigen Waltraud Niebank. Am 5. August 1961 heiratet die Ostberlinerin ihren Westberliner Tanzschulpartner Lothar. Das Paar malt sich eine Zukunft im Westen der Stadt aus. Der Umzug steht bevor, ein letzter Termin für den endgültigen Ausreisestempel ist für den 15. August 1961 im Roten Rathaus bestätigt.

Doch am 12. August wird die Mauer gebaut und einen Tag später werden die Grenzen zwischen Ost und West endgültig geschlossen. Waltrauds Ausreiseantrag wird vor ihren Augen zerrissen. Sie darf die DDR nicht mehr verlassen. Doch das Paar schmiedet einen Plan.


ze.tt erzählt Geschichten über Ostdeutschland – abseits von Stasi und Neonazis. Mehr dazu findest du auf unserer Themenseite.