Wahlen in Bayern: Diese gefälschten Wahlplakate dürften der CSU gar nicht gefallen

Im Netz sind Fotos von Wahlplakaten aufgetaucht, die gegen die CSU Stimmung machen. Die Polizei München sagt, die Plakate gebe es nicht. Die Urheber*innen sind bislang unbekannt.

Der Wahlkampf für die bayrischen Landtagswahlen befindet sich auf der Zielgeraden. Jetzt sind gefälschte Wahlplakate der CSU im Internet aufgetaucht.

Diese Plakate tauchten auf Twitter auf. Screenshot: Twitter

Am Sonntag wird im Freistaat Bayern zum 18. Mal der Landtag gewählt. So kurz vor diesen wichtigen Wahlen unternehmen die Parteien und ihre Spitzenkandidat*innen die letzten großen Anstrengungen, um Stimmen zu gewinnen. Prognosen sehen die CSU zurzeit bei circa 35 Prozent, zweitstärkste Partei könnten wieder die Grünen werden.

[Außerdem auf ze.tt: Das sind die lustigsten (und peinlichsten) Plakate für die Landtagswahl in Bayern]

Jetzt tauchten zwei Fotos von CSU-Wahlplakaten auf, die Söder und seine Parteikolleg*innen so gar nicht gefallen dürften. Eines der Plakate zeigt Söders Gesicht und den handschriftlichen Satz „Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen“, darüber ist in großen Buchstaben der Slogan „Mehr Faschismus wagen“ zu lesen.

Das zweite Wahlplakat zeigt drei Männer – den italienischen Innenminister Matteo Salvini, den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer – ebenfalls mit dem Slogan „Mehr Faschismus wagen.“

Ein Sprecher der Polizei München erklärte gegenüber ze.tt, dass man Kenntnis von den Fotos habe und dass es sich dabei um Fälschungen handele. Die Polizei prüfte die Orte, an denen die Plakate angeblich hängen sollten, konnte diese dort jedoch nicht vorfinden. Der Fall werde weiter untersucht. Plakate zu bemalen oder abzureißen gilt laut Strafgesetzbuch als Sachbeschädigung und wird mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Haft bestraft.

Die Fotos der Wahlplakate postete unter anderem das Künstler*innenkollektiv Peng auf seinem Twitter-, Instagram- und Facebook-Account. Das Künstler*innenkollektiv antwortete auf eine Anfrage von ze.tt, sie hätten die Plakate nicht geklebt.