Warum Coffee-to-go-Becher endlich weg müssen

Pro Jahr werden in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht. Das ist viel zu viel Müll.

Ein Problem sind nicht nur die Becher an sich, sondern auch die Tatsache, dass die meisten Mülleimer schlicht zu klein für die große Menge an Behältnissen sind. Quelle: Pexels | CC0

Während noch 2005 Menschen, die zum Thema Müll befragt wurden, Hundekot als das größte Ärgernis auf Berlins Straßen bezeichneten, steht nun ein neuer Übeltäter im Fokus: der beliebte Coffee-to-go-Becher.

Das zeigen die Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Thema Müll im Stadtbild in Berlin und Frankfurt am Main, die von der Berliner Humboldt-Universität veröffentlicht wurden. Diese Entwicklung scheint Sinn zu ergeben, wenn man bedenkt, dass laut der Studie Menschen zwischen 21 und 30 Jahren den meisten Müll auf die Straße werfen. Looking at you, liebe Millennials! Erst dahinter kommen Jugendliche und die Generation 50+ (die hauptsächlich für den Hundekot verantwortlich sein soll, aber das ist eine andere Geschichte).

Zu viel Müll, zu wenige Eimer

Pro Jahr werden in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht, das macht etwa 320.000 pro Stunde. Ein Problem sind nicht nur die Becher an sich, sondern auch die Tatsache, dass die meisten Mülleimer schlicht zu klein für die große Menge an Behältnissen sind – mit ein Grund dafür, dass zu viele stattdessen auf dem Gehweg oder im Gebüsch landen.

[Außerdem auf ze.tt: Meine Zeit ist mir zu schade für schlechten Kaffee]

Insgesamt empfanden die aktuell Befragten Berlin als sauberer als noch 2005. Die allgemeine Aufmerksamkeit gegenüber der Vermüllung der Stadt scheint gestiegen zu sein, ebenso wie das generelle Umweltbewusstsein. Was die Coffee-to-go-Problematik betrifft, kann schließlich jede*r von uns einen ganz einfachen Beitrag leisten: Anstatt bei jedem Kaffee einen umweltschädlichen Plastikpott zu verwenden, investiert einfach ein paar Euro in einen hübschen wiederverwendbaren Becher.


Von Marit Blossey zunächst auf Mit Vergnügen erschienen.
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