Warum diese Promis ein Pferde-Verbot für den Kölner Karneval fordern

35 Prominente plädieren gemeinsam mit der Tierschutz-NGO Peta dafür, dass Pferde künftig nicht mehr beim Kölner Karneval eingesetzt werden. Sie wollen die Tiere schützen.

Pferde im Kanrnevalsumzug

Köln Ehrenfeld, 2018. Pferde gehören nicht zum Karneval! Foto: Henning Kaiser / dpa

Wummernde Bässe, fliegende Gegenstände, riesige Menschenmassen. Karneval steht mitsamt 400 Pferden vor der Tür. Bereits seit mehreren Jahren tobt eine Debatte darüber, ob die Zugtiere auf den Festlichkeiten auflaufen dürfen. In einem offenen Brief an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker fordern jetzt 35 Prominente ein absolutes Pferdeverbot im Rosenmontagszug. Unterstützung erhalten sie von der Tierschutzorganisation PetaDie Petition unterzeichneten mitunter Hella von Sinnen, Kaya Yanar, Charlotte Würdig und Giovanni Zarella.

Laut Peta würden bisherige Regularien zum Schutz der Tiere die Situation nicht entschärfen: „Auch die überarbeiteten freiwilligen Richtlinien des Festkomitees, die wir als Augenwischerei betrachten, ändern nichts an dem Gefahrenpotenzial durch scheuende und zusammenbrechende Pferde.“ Ein weiterer Grund für die Petition: Erst im Frühjahr 2018 ereignete sich während des Rosenmontagszugs in Köln ein Unfall mit fünf verletzten Teilnehmer*innen. Pferde liefen damals ungebremst in einen Lastwagen hinein, der als Tribüne vorgesehen war. Die Polizei prüfte, ob Flaschen auf die Tiere geworfen wurden. Die Ursache für den Vorfall blieb ungeklärt.

Auch auf Twitter meldeten sich User*innen zu Wort, die sich ebenfalls gegen Pferde beim Karneval ausprachen.

Pferde gehören nicht zum Karneval, genauso wie rassistische Kostüme

Pferde sind nicht die einzige Kritik am Kölner Karneval. Auch Sexismus, Misogynie und Rassismus sorgen für permanenten Diskussionsstoff, wenn jährlich Karnevalsverkleidungen marginalisierte Kulturen stereotypisieren und verunglimpfen. Rassistische Kostümierungen reichen dabei von Knochenketten über Federschmuck bis hin zu Afro-Perücken und Indianer*innen-Kostümen. Obwohl auf den Paraden regelmäßig Blackfacing betrieben wird, sehen viele Karnevalsvereine auch im Jahr 2019 keinen Rassismus in den Verkleidungen.