Warum du vor dem nächsten Jobinterview deine sozialen Kanäle checken solltest

Nicht alles, was von dir online zu finden ist, sollte dein*e potentielle Arbeitgeber*in auch finden können.

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Schnell nochmal die richtig peinlichen Beträge löschen.
Foto: Andrea Piacquadio / Pexels | CC0

Endlich hast du die Einladung zum Bewerbungsgespräch, auf die du solange gewartet hast, in deinem E-Mail-Postfach. Glückwunsch! Der erste Schritt zum neuen Job ist gemacht. Jetzt geht es an die Vorbereitung für dein Vorstellungsgespräch. Natürlich hast du dir die Firmenphilosophie schon längst durchgelesen, alle relevanten Zahlen rund um das Unternehmen herausgefunden und wie du dich im Jobinterview am besten verkaufst, hast du dir eben noch auf YouTube angeschaut. Kann also gar nichts mehr schiefgehen. Außer dein*e zukünftige*r Arbeitgeber*in checkt deine Profile in den sozialen Netzwerken. Dann sieht er*sie all deine Bilder und Beiträge, die dich weder zielstrebig noch perfektionistisch darstellen, sondern die einfach nur peinlich sind. Um dich davor zu bewahren, geben wir dir hier ein paar Ratschläge, wie du dein Profil arbeitgeber*innenfreundlich gestaltest.

Google dich selbst

Auf deiner langen Karriereleiter als Influencer*in hast du dich auf dem Weg nach ganz oben bestimmt schon auf so einigen Onlineportalen angemeldet, von manchen weißt du selbst gar nichts mehr. Deshalb wichtig vor dem Bewerbungsgespräch: Google deinen Namen und durchforste die Suchergebnisse nach peinlichen Beiträgen auf totgeglaubten Plattformen, die du löschen könntest. Das hilft dir nicht nur dabei, potenzielle*n Arbeitgeber *innen von deiner weißen Weste zu überzeugen, sondern erspart dir auch einige Peinlichkeiten, wenn Freund*innen von dir auf die Idee kommen, dich zu googlen.

Checke alte Beiträge

Bevor du in ein Bewerbungsgespräch gehst, durchsuche unbedingt auch deine aktiven Profile in den sozialen Netzwerken nach veralteten Beiträgen. Was du als Teenager*in super lustig fandest, wird dir in den meisten Fällen Jahre später peinlich sein. Und weil auch dein*e zukünftige*r Vorgesetzte*r die Scrollfunktion der Maus beherrscht, solltest du dringend dafür sorgen, dass alle unangenehmen Bilder und Beiträge von dir entweder bearbeitet oder einfach gleich gelöscht werden. Interessiert sich ja sowieso niemand mehr für.

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Widersprich nicht deinem Anschreiben

Diesen Punkt solltest du am besten noch vor dem Absenden der Bewerbung beachten. Denn laut Xing und Statista informieren sich 89 Prozent der befragten Personaler*innen in sozialen Netzwerken über deine fachlichen Qualifikationen. Falls du dich also in deinem Anschreiben als teamfähig beschreibst, sollten deine Posts dich nicht als einsame*n Kämpfer*in darstellen. Auch Punkte aus deinem Lebenslauf sollten – falls vorhanden – mit deinem LinkedIn- oder Xing-Account übereinstimmen.

Zeig die beste Version von dir

Deine Darstellung in soziale Netzwerken kann sich nicht nur negativ auf deine Bewerbung auswirken. Richtig eingesetzt kann sie dir eine echte Hilfe im Bewerbungsprozess sein. Wenn auf deinem Profil zum Beispiel gute Beiträge zu Branchenthemen zu finden sind, oder du dich in der Vergangenheit schon häufiger positiv über dein zukünftiges Unternehmen geäußert hast, kann das dein Bewerbungsschreiben unterstützen. Immerhin zeigst du dem*der Personaler*in damit, dass dein großes Interesse im Anschreiben keine stumpfe Floskel ist, und sammelst so schon vor einem persönlichen Kennenlernen Sympathiepunkte. Das Ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt: Solltest du in der Vergangenheit über dein zukünftiges Unternehmen öffentlich gelästert haben, stelle sicher, dass alle Beiträge dieser Art aus deinen Profilen verschwunden sind.

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Ändere deine Privatsphäre-Einstellungen

Last but not least: Wenn du alle vorherigen Punkte befolgt hast und dir bei manchen Beiträgen immer noch nicht sicher bist, ob diese arbeitgeber*innenfreundlich sind, kannst du auf die Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Netzwerke zurückgreifen. Bei Facebook kannst du dabei jeden Beitrag einzeln bearbeiten, sodass du selbst steuern kannst, welchen Post die Öffentlichkeit sehen darf und welcher nur für deine engsten Freund*innen bestimmt ist. Bei Instagram bleibt dir hier nur die Option, dein gesamtes Profil auf privat zu stellen. Doch aufgepasst: Bisherige Follower*innen können weiterhin deine Inhalte sehen. Und wer weiß schon so genau, ob sich unter ihnen nicht auch der eine oder die andere Personalerin befindet.


Artikel von Business Punk.

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