Warum wir unsere Ozeane schützen müssen

Ozeane übernehmen wichtige ökologische Funktionen und bieten Lebensraum für tausende Tierarten. Diese Artikel zeigen, warum wir unsere Ozeane bewahren müssen.

ozeane-muell-verschmutzung-dreck-umwelt-natur
Die Weltmeere schützen uns. Und was machen wir? Foto: Dustan Woodhouse / Unsplash | CC0

Der Großteil der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Und den allergrößte Teil davon machen wiederum die Weltmeere aus. Ihr Erhalt ist wichtig, doch sie leiden unter dem Einfluss der Menschen: Laut der Deutschen Umwelthilfe landen jedes Jahr etwa zehn Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer, das inzwischen als einer der dreckigsten Orte der Welt gilt.

Wie alle Naturgewässer bieten Meere und Ozeane nicht nur Lebensräume für unzählige Tiere, sondern beeinflussen auch unser Klima. Sie können CO₂ binden und die Temperatur der Erde regulieren. Sie schützen und ernähren uns und andere Lebewesen. Kurz: Sie sind für unser Leben und Überleben auf der Erde essentiell. Wir haben sechs Geschichten zusammentragen, die euch die Wichtigkeit der Ozeane vor Augen führen und dazu anregen, sich für ihren Schutz einzusetzen.

Ocean Art Contest: Das sind die besten Unterwasserfotos des Jahres 2020

Der Ocean Art Underwater Photo Contest zeichnet jedes Jahr die besten Unterwasserfotos aus. Die eingesendeten Fotografien zeigen die faszinierende Artenvielfalt, die unter Wasser ihr Zuhause hat. Beim diesjährigen Wettbewerb gab es erstmal eine neue Kategorie namens Conservation, die zeigt, wie sich das menschliche Verhalten auf die Meere und ihre Bewohner*innen auswirkt. Sie soll ein Bewusstsein für den Schutz und die Erhaltung der Ozeane, Flüsse und Seen schaffen. Hier findest du noch mehr Fotos aus den vergangenen Jahren.

So magisch sieht das Leben unter Wasser aus

Ein weiterer Fotowettbewerb, der sich mit den Ozeanen und ihren Bewohner*innen beschäftigt, ist der Underwater Photographer of the Year Award. Auch er macht sich einmal im Jahr auf die Suche nach den besten Unterwasserfotos und widmet eine Kategorie dem Meeresschutz. Die Kategorie Marine Conservation zeigt Fotos der Bedrohungen, denen Meeresbewohner*innen ausgesetzt sind. Wie schön und gefährdet das Leben unter Wasser ist, zeigen auch die Fotos des Wettbewerbs aus dem vergangenen Jahr.

Wie kriegen wir Plastik aus unseren Meeren?

Plastik müllt unsere Weltmeere zu. Schon im Jahr 2050 könnten mehr Plastikteile als Fische im Meer schwimmen. Müllfelder so groß wie Mexiko treiben schon heute in den Ozeanen. Menschen auf der ganzen Welt versuchen, diesen Müll irgendwie aus dem Wasser zu bekommen. Wie das aussehen kann, seht ihr in unserem Video. Und hier seht ihr, wie es aussieht, wenn man sich als Taucher*in durch einen Bruchteil der insgesamt etwa 150 Millionen Tonnen Plastik, die im Meer schwimmen, bewegt.

Das erste Unterwasser-Graffiti macht auf das weltweite Korallensterben aufmerksam

1up-korallenriff-graffiti-unter-wasser-940x529
Foto: © Facebook / 1 Up Crew
Es ist eine beeindruckende Aktion mit einem ernsten Hintergrund: Die Berliner Graffiticrew 1 Up hat gemeinsam mit Umweltaktivist*innen vor der indonesischen Insel Nusa Penida bei Bali ein Gitternetz im Meer installiert, auf dem sich Korallen niedergelassen haben. Damit wollen sie auf das menschengemachte Korallensterben aufmerksam machen. Wissenschaftler*innen schätzen, dass in den vergangenen 30 Jahren bereits die Hälfte der weltweiten Korallenbestände verloren gegangen ist.

Wie eine Frau mit Kunstwerken aus Müll gegen Umweltverschmutzung kämpft

plastik-ozeane
Fotos: © Dominique / @allthatisshe

Dominique betreibt auf ihrem Instagram-Account Litter critter. Dafür gestaltet sie Tiere aus Müll, den andere Menschen achtlos weggeworfen haben – mit unter anderem Chipstüten, Einkaufsbeutel, leere Getränkeflaschen und -dosen oder Feuerzeuge. Wenn jede*r ein kleines Stück Abfalls vom Boden aufheben oder aus dem Wasser fischen würde, würde das schon einen großen Unterschied machen, sagt Dominique.

Diese Frau entwickelte eine Maschine, die das Meer vom Plastikmüll befreien könnte

quelle_pacific-garbage-screening-e.v.-e1533804129777-940x529
Foto: © Pacific Garbage Screening

Die Aachener Architektin Marcella Hansch hat vor einigen Jahren ein Modell entwickelt, welches das Meer vom Plastik befreien könnte, sozusagen ein riesiger Besen. Die fischgrätenartige Plattform sammelt Plastik aus bis zu 35 Metern Tiefe und schöpft es ab. Die Idee kam Hansch im Sommerurlaub. Eigentlich wollte sie auf den Kapverden romantisch tauchen gehen, stattdessen musste sie durch Teppiche schwebender Plastikteile schwimmen.

Die Kommentarfunktion ist ausschließlich unseren Leser*innen von ze.tt gr.een vorbehalten.

Noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Dein Kommentar ist nur für andere Abonnenten sichtbar. Du erscheinst mit deinem bei Steady hinterlegten Namen und Profilbild. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Es kann ein paar Minuten dauern, bis dein Kommentar erscheint.

Außerdem auf ze.tt