Was du aus einem Berg Birnen machen kannst

Die Birnensaison ist im vollen Gange. Während die Sommersorten schon bereits Ende Juli oder im August geerntet werden, sind jetzt die Herbstsorten dran. Nur wohin damit?

Du hast Lust auf ein Gericht mit viel Birne? Diese Rezepte versüßen dir den Herbst.

Du hast Lust auf ein Gericht mit viel Birne? Diese Rezepte versüßen dir den Herbst. Foto: Jodie Morgan / Unsplash | CC0

Die Auswahl an Birnensorten ist riesig – weltweit sind es ungefähr 1.500. Wo die Birne genau herkommt, ist allerdings nicht sicher. Wahrscheinlich ist der Vorfahre der heutigen Birne eine Mischung aus verschiedenen Wildsorten aus Asien, dem Kaukasus und Europa. Die meisten heute bekannten Züchtungen kommen aus Frankreich, Belgien und Großbritannien und sind im 17. und 18. Jahrhundert entstanden. In Länge, Form, Geschmack und Farbe unterscheiden sich bis heute alle Sorten.

Besonders bekannte Sorten

  • Williams Christ: Ist wohl die bekannteste Sorte. Sie hat einen muskatartigen Duft, eine längliche Form mit hellgrüner bis hellgelber Farbe und eine glatte Oberfläche. Sie hat weißes, schmelzendes Fruchtfleisch und schmeckt süß, leicht säuerlich.
  • Gute Luise: Wird am meisten in Deutschland angebaut. Die Sorte hat eine grünlich-gelbe Schale und ist sonnenseitig braun-rot gefärbt. Sie hat ein süß-säuerliches Aroma.
  • Bratbirne: Bratbirnen gab es schon vor dem 15. Jahrhundert. Sie haben die Form einer Zitrone und eine gelbgrüne glatte Oberfläche. Die Bratbirne schmeckt wegen ihres hohen Gerbstoffgehalts feinherb, weinig und würzig.
  • Clapps Liebling: Kommt ursprünglich aus den USA. Hat eine gelblich-grüne bis hellgelbe Farbe. Die Sorte hat teilweise körniges Fruchtfleisch und ein süßsäuerliches Aroma.
  • Conference: Besonders in Europa verbreitet. Hat eine schlanke, kleine Frucht und eine raue grüne bis grüngelbe Farbe. Feinschmelzendes Fruchtfleisch mit süßem, leicht würzigen Aroma.

So lagerst du Birnen richtig

Grundsätzlich werden Birnen geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif und noch leicht hart sind. Damit die Früchte länger halten, lagert man sie am besten an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank.

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Bei Zimmertemperatur reifen die Früchte nach zwei Tagen nach. Neben Äpfeln sogar noch schneller, da diese das Reifungsgas Ethylen ausscheiden. Reif ist die Birne, wenn sie bei Druck leicht nachgibt und typisch duftet. Die meisten Birnen werden auch hell, wenn sie sehr reif sind. Dann sollten sie schnell verarbeitet werden, sonst werden sie teigig.

Sommer- und Frühherbstbirnen wie Gute Luise oder Williams Christ lassen sich nur kurze Zeit lagern. Herbst- und Winterbirnen wie Conference halten bei kühler Lagerung bis zu zwei Monate.

Das braucht ein Birnbaum

Du möchtest einen Birnbaum anpflanzen? Erst mal hast du die Qual der Wahl, für welche Sorte du dich entscheidest. Außerdem muss auch der Standort stimmen. Jede Sorte hat ihre eigenen Anforderungen an Bodenqualität und Wärme.

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Die meisten Sorten brauchen einen vollsonnigen, warmen und geschützten Standort. Für Spalierbäume eignet sich ein Platz vor einer sonnigen Hauswand besonders gut. Die Bäume können aber auch an anderen Stellen mit Sonne im Garten gut wachsen.

Der Boden sollte humusreich, gleichmäßig feucht und ein sandiger Lehmboden sein. Viele Sorten bekommen tiefe Wurzeln, daher sollten die tieferen Bodenschichten locker sein.

Hilft gegen Bluthochdruck und Diabetes

Birnen sind eine Gesundheitsbombe. Sie enthalten viel Kalium, Vitamin C und viele Ballaststoffe. Die Birne hilft nachweislich zur Prävention und Behandlung von Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck. Sie hat wenige Kalorien und hilft daher beim Abnehmen. Die vielen Ballaststoffe helfen bei Verdauungsproblemen und beugen Verstopfung und Durchfall vor.

Was du alles Leckeres aus Birnen zaubern kannst, erfährst du in der Rezeptauswahl.

Ziegenkäse-Birnen-Tarte

Zutaten für 4 Personen:

Mürbeteig:

  • 180 Gramm Mehl
  • 90 Gramm weiche Butter
  • 30 Gramm italienischer Hartkäse (z.B. fein geriebener Parmesan)
  • 1 Ei
  • Salz

Belag und Guss:

  • 3 reife Birnen
  • 3 EL Zitronensaft
  • 300 ml Weißwein
  • 50 Gramm Zucker
  • 200 Gramm Ziegenfrischkäse
  • 1 Ei
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer
  • Cayennepfeffer

Rezept für den Mürbeteig:

Mehl, Butter, Käse, Ei und einen Teelöffel Salz für den Mürbeteig nehmen. Alles in einer Schüssel mit den Händen zu einem glatten Teig kneten und für ungefähr 30 Minuten kalt stellen. Tarte-Form mit Butter einfetten. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Danach den Teig in die Form legen und Boden und Rand andrücken. Überstehenden Teig mit einem Messerrücken abtrennen.

Rezept für den Belag:

Die Birnen schälen, halbieren und Kerngehäuse mit Blütenansätzen entfernen. Zitronen, Wein und Zucker mit 300 Milliliter Wasser in einem Topf aufkochen. Die Birnen während des Kochens dazugeben und einmal aufkochen. Danach zugedeckt bei milder Hitze fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Mit einem Messer vorsichtig probieren, ob die Birnen gar sind. Wenn sie durch sind, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Rezept für den Guss:

Ziegenkäse mit Ei und Sahne in einer Schüssel verrühren. Mit Pfeffer, Salz und einer Prise Cayennepfeffer würzen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Birnen aus dem Sud nehmen, abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Ziegenkäseguss auf dem Tarte-Boden verteilen. Die Birnenstücke mit den Schnittflächen nach oben nebeneinander in den Guss legen. Die Tarte 40 Minuten backen. Der Ziegenkäseguss sollte dann gestockt sein und eine leichte Bräunung haben. Die Tarte kann warm oder kalt genossen werden.

Rotweinbirne

Zutaten für 6 Personen:

  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Flasche (0,75 Liter) Rotwein
  • 8 Birnen
  • 2 Scheiben einer unbehandelten Orange
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Speisestärke

Rezept:

150 Gramm Zucker in einem Topf karamellisieren, mit Rotwein ablöschen und zehn Minuten köcheln lassen. Orangenscheiben, Nelken und Zimtstange zum Rotwein geben. Die Birnen schälen und ihre Blüten entfernen. Danach die Birnen mit den Stielen nach oben in den Topf stellen und 20 Minuten kochen lassen. Birnen herausnehmen. Speisestärke mit wenig Wasser glatt rühren und in kochendem Rotweinfond binden. Wieder drei Minuten kochen lassen. Die Birnen mit dem Rotweinfond übergießen und servieren.

Gewürzbirne in Pergament

Zutaten für die Birnen:

  • 4 Birnen
  • 40 Gramm Butter
  • 2 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 4 EL Ahornsirup
  • 4 EL Weißwein

Zutaten für Gewürzmischung:

  • Halbe Zimtstange
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 1 EL getrocknete Orangenschalen
  • 1 EL roter Pfeffer
  • 1 Sternanis
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 TL Nelken
  • 1 TL Korianderkörner
  • 1 TL Pfefferkörner

Rezept für die Gewürzmischung:

Zimtstange durchbrechen, Wacholderbeeren im Mörser zerstoßen. Alles zusammen mit den Orangenschalen, rotem Pfeffer und Sternanis in eine Schüssel geben. Pimentkörner, Nelken, Korianderkörner und Pfefferkörner im Mörser zerstoßen, danach kurz anrösten. Mit den ungerösteten Gewürzen mischen. Gewürzmischung im Mörser zerstoßen.

Rezept für die Birnen:

Die Birnen schälen, längs halbieren und Kerngehäuse entfernen. Von der runden Seite der Birnenhälften ein Stück abschneiden, damit die Birnen gerade liegen. Zwei Birnenhälften auf Backpapier setzen. Die Birnen mit Ahornsirup und Wein beträufeln. Einen Teelöffel Gewürzmischung darüber geben. Danach Butter zerlassen und mit Zitronenschale verrühren. Die Zitronenbutter auf die Birnen geben. Das Backpapier mit den Birnen wie ein Bonbon zudrehen. Die Päckchen im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der zweiten Schiene von unten 20 Minuten garen. Zum Servieren passen besonders gut Käse oder die Birnen als Beilage für Desserts.

Birnenkompott

Zutaten:

  • 1 Kilogramm Birnen
  • 1 Zitrone
  • 500 ml Wasser
  • 40 Gramm Rohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zimtstange
  • Gewürznelken

Rezept:

Die Birnen schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Zitrone auspressen und mit dem Wasser in einen Topf geben. Danach Zucker, Vanillezucker und Birnenstücke hinzufügen. Zimtstange und Gewürznelken dazugeben. Das Mark der Vanilleschote herauskratzen und hinzufügen. Die Birnenstücke mit allen Zutaten aufkochen und alles in ungefähr acht bis zehn Minuten weichkochen. Die Vanilleschote, Zimtstange und Gewürznelken können vor dem Einfüllen entfernt werden. Das Birnenkompott in Gläser einfüllen. Die Gläser fest zudrehen und auf den Kopf stellen.

Quark-Birnen-Teilchen

Zutaten:

  • 4 Birnen
  • 3 EL Zitronensaft
  • 150 Gramm Magerquark
  • 300 Gramm Mehl
  • 1 Ei
  • 6 EL Öl
  • 70 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Salz

Rezept:

Die Birnen schälen, entkernen, vierteln und in ein Zentimeter dicke Stücke schneiden. Danach mit Zitronensaft mischen. Quark, Ei und Öl verrühren. Den Zucker, eine Prise Salz, Mehl und Backpulver mischen und zur Quarkmischung geben. Alles zu einem glatten Teig kneten. Aus dem Teig zwölf Kugeln formen. Teigkugeln mit Backpapier auf Backbleche setzen, damit sie besser belegt werden können. Danach die Teigkugeln mit den Birnenstücken belegen und Stücke in den Teig drücken. Das Gebäck im Backofen bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) oder 180 Grad (Umluft) im unteren Ofendrittel 20 Minuten hellbraun backen. Das Gebäck vor dem Servieren abkühlen lassen.

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