Was hindert dich trotz der gewonnenen Zeit daran, mehr zu lesen?

Diverse Leselisten machen gerade die Runde. Aber die Corona-Krise ist für viele trotzdem keine ideale Schmökerzeit. Wir wollten von euch wissen, warum.

lesen bücher
Was euch vom Lesen abhält? "Das Internet." Foto: Bruno Cervera / Unsplash | CC0

Lesen ist keine aufwendige Beschäftigung. Die meisten brauchen dafür nur ein Buch, einen Sitzplatz und Zeit. Und Letzteres gibt es gerade für viele mehr als sonst. Auch wenn die Gründe dafür eher traurig sind: Kultur- und Sportveranstaltungen fallen aus, Reisen und Verabredungen ebenso und selbst wer derzeit in Vollzeit arbeitet oder studiert – für viele fällt zumindest die Anfahrt zur Arbeit oder Uni weg, und somit bleibt mehr Zeit für andere Dinge. Zumindest theoretisch. Und zumindest für diejenigen, die keine Kinder haben und sich um Betreuung und Homeschooling kümmern müssen.

So schön gewonnene Zeit ist, so ambivalent wird sie aber derzeit auch empfunden. Denn statt sich endlich mal um To-Do-Listen zu kümmern, Unendlicher Spaß oder das andere tolle Buch von dem immer alle reden, zu lesen, beschäftigen sich viele gerade mit ganz anderen Dingen. Oder es fehlt schlicht die Muße:

Irgendwie kann ich mich momentan auf kein Buch konzentrieren, weil die Gedanken dauernd abschweifen.

Wir wollten von euch wissen, was genau euch gerade vom Lesen abhält. Dabei hat sich herausgestellt, dass es drei große Kategorien von Buchzeitfressern gibt. Bei Kategorie Nummer eins fühlen wir uns durchaus mitschuldig.

Die Bildschirme dieser Welt

Mein Gehirn ist bunte und laute Unterhaltung so gewöhnt, dass es anstrengend geworden ist, mir Dinge selbst vorzustellen.“

Animal Crossing New Horizons“ (Mehrfachnennung)

„Das Internet“

Kategorie Nummer zwei ist Arbeit, die für viele von euch natürlich auch weitergeht:

Arbeit

„Das Lesen von Abistoff, statt den Büchern, die ich lesen will …“

„Weil ich so viel für die Uni lesen muss, dass ich danach leider keine Lust mehr auf irgendwelche Bücher habe.“

„Nachdem ich acht Stunden im Homeoffice am Laptop saß und Mails gelesen und geschrieben habe, will ich danach nicht noch mehr lesen, sondern mich nur noch vom TV berieseln lassen.“

„Mein Vollzeitjob und das Fernstudium (wenigstens mache ich das freiwillig).“

„Welche gewonnene Zeit? Mein Tag hat immer noch 24 Stunden?! Ich arbeite genauso viel wie immer …“

Manch eine*r schafft es aber trotzdem:

„Nichts. Ich lese jeden Tag. Ohne Bücher geht bei mir gar nichts. Das Einzige, was dazwischen kommt, sind Haushaltsarbeiten und schriftliche Aufgaben für die Uni, aber auch so finde ich Zeit zum Lesen.“

Kinder

Diejenigen unter euch, die Kinder zu betreuen haben, können bei dem Gedanken an „gewonnene Zeit“ vermutlich höchstens müde lächeln:

„Mein 17 Monate altes Kind 😅“

„Welche gewonnene Zeit?! Ich bespaße ein Kindergartenkind, beschule eine Grundschülerin, versorge ein Baby, mache den Haushalt und versuche, alle bei Laune und gesund zu halten.“

Aber auch die Qual der Wahl scheint ein Problem zu sein:

„A) Ich finde kein NEUES Buch, das mich interessiert … (Lese derzeit Die Welt der schönen Bilder von Simone de Beauvoir sowie Die Glasglocke von Sylvia Plath. Da ich die Bücher bereits kenne, schreitet das Lesen nur schwer voran …)
B) Ich habe einen Namen: Eine Geschichte über Macht, Sexualität und Selbstbestimmung von Chanel Miller wollte ich in Angriff nehmen, jedoch hindert mich daran die „(zu) leichte“ Sprache. Fürchte, mich auf lange Sicht  zu langweilen … [Das in Millers Buch behandelte Thema verdient jedoch mehr Beachtung]“

Hier können wir hoffentlich Abhilfe schaffen mit diesen Tipps:

gw

Die Kommentarfunktion ist ausschließlich unseren Leser*innen von ze.tt gr.een vorbehalten.

Noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Dein Kommentar ist nur für andere Abonnenten sichtbar. Du erscheinst mit deinem bei Steady hinterlegten Namen und Profilbild. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Es kann ein paar Minuten dauern, bis dein Kommentar erscheint.

Außerdem auf ze.tt