Weil Izabella nicht mehr lange leben wird, erfüllt ein Dorf ihr einen großen Wunsch

Izabella ist schwer krank und wird bald sterben. Damit die junge Frau ihren Abschlussball noch erleben kann, setzt ein Dorf alles in Bewegung.

Izabella mit ihrer Begleitung auf dem Weg zum Prom. Screenshot: | Facebook

Am 6. Dezember 2018 bekam Izabella Sotelo eine Diagnose, die ihr Leben veränderte. Die Schülerin aus dem US-amerikanischen Dorf Rockton leidet an Leberversagen im dritten Stadium. Die Ärzt*innen sagten ihr, dass sie nur noch einige Wochen zu leben hat.

„Ich war am Boden zerstört, konnte das nicht glauben, konnte das nicht begreifen“, erinnert sich Izabellas Mutter Tammie im Interview mit der Nachrichten-Plattform 23WIFR. Doch trotz der furchtbaren Diagnose und dem Wissen, nur noch wenig Zeit auf dieser Erde übrig zu haben, verliert Izabella nicht ihren Lebensmut und erklärt: „Du weißt nie, wann du gehen wirst – und ich glaube, viele Menschen sehen das als selbstverständlich an.“

Deshalb beschließt Izabella, das Beste aus der Zeit, die ihr übrig bleibt, zu machen: Sie schreibt eine Bucket-List, also eine Liste an Dingen, die sie erledigen möchte, bevor sie stirbt. Einige Punkte auf dieser Liste lassen sich relativ einfach umsetzen: So ließ sich Izabella zum Beispiel kürzlich ein Tattoo stechen, das sie, wie sie sagt, daran erinnert, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist. Andere Punkte auf der Bucket-List gestalten sich jedoch etwas komplizierter: Izabella möchte die Schule beenden und an der Graduation Ceremony, also der Schulentlassungsfeier, und anschließend am sogenannten Prom teilnehmen. Der Prom ist mit dem deutschen Abiball zu vergleichen, hat aber in den USA einen noch höheren Stellenwert, weil er für viele die Schwelle zum Erwachsensein darstellt. Doch weil Izabella krank ist, war nicht klar, ob sie die Feierlichkeiten im Frühjahr noch erleben würde.

Izabellas ganz persönlicher Prom

Da Izabellas Schicksal viele Bekannte und Freund*innen berührte, organisierten sie kurzerhand eine eigene Graduation Ceremony für Izabella. Und auch um den Prom kümmerten sie sich: In kurzer Zeit organisierten Gemeindemitglieder einen ganz persönlich Abschlussball für Izabella. Tressie Nesemeier, eine der Organisator*innen, erklärt gegenüber 23WIFR: „Als ihre Mutter von der Erkrankung erzählte, wollte ich, dass sie die ihr verbleibenden Tage glücklich verbringt. Ich wollte, dass auch sie diese Gelegenheit hat, wie jedes andere Highschool-Mädchen auch, und einen eigenen Prom feiern kann.“

Die Besitzerin eines lokalen Restaurants, Kristie Frye, stellte daraufhin nicht nur ihr Restaurant als Location für den vorgezogenen Prom zu Verfügung, sondern kurzerhand auch noch ihren 15-jährigen Sohn Logan, der Izabelle als Ballbegleitung unterstützte. „Versetzt euch einfach in ihre Lage. Ich meine: Das könntest du sein, das könnte deine Tochter sein, das könnte deine Schwester sein, das könnte dein Cousin sein“, erklärt Frye. Und so konnte Izabella am vergangenen Wochenende ihren Abschluss feiern.

Einfach nur dankbar

„Es ist wirklich cool, weil nicht viele Leute für ihre Krankheiten so viel Aufmerksamkeit erfahren, also … ich bin einfach dankbar“, erklärt Izabella. Und auch ihre Mutter Tammie bedankt sich bei allen, die das möglich gemacht haben: „Allen Organisatoren ein warmes, herzliches Dankeschön von mir, meiner Familie und vor allem von meiner Tochter. Ich hätte das niemals ohne sie geschafft, wirklich.“ Auch das Krankenhaus, das Mercyhealth’s Javon Bea Hospital-Rockton, in dem Izabella behandelt wird, meldet sich zu Wort und veröffentlicht Fotos von Izabellas vorgezogenem Prom. Dazu schreiben sie: „Heute, an diesem verschneiten Tag im Februar, hatte Izzy ihren Prom im Rockton Inn. Sie sah wunderschön aus …“