Wespen: Wir erklären dir, wie du die Quälgeister endlich loswirst!

2018 ist ein starkes Blütenjahr, deshalb sausen mehr Wespen als sonst um uns und unser Essen herum. Aber keine Panik: So schlimm sind die Insekten eigentlich nicht.

Es summt. Deutschland scheint in diesem Jahr von zahlreichen Flügelwesen heimgesucht zu werden. Die Wespen sind da – und mit ihnen die Unruhe beim Menschen. Dabei kann von einer Plage eigentlich nicht die Rede sein, immerhin sind die kleinen Summer auch nützlich für uns. Wir erklären euch, warum Panik die völlig falsche Reaktion ist, und was es sonst noch über die Insekten zu wissen gibt.

So wirst du Wespen los

Die Wespe verfolgt im Sommer einen ähnlichen Ernährungsplan wie du. So fallen ihrer Futtersuche Bratwurst, Obstsaft und Kuchen zum Opfer. Am besten Essen abdecken und Getränke mit Strohhalm trinken.

Neben zucker- und kalorienhaltigen Mahlzeiten werden Wespen auch von anderen toten Tierchen und Blattläusen angezogen. Um beides solltest du dich also dringend kümmern.

Die Wespen gezielt mit Ablenkungs-Snacks anzulocken, die sich weit entfernt von dir und deinem Essenstisch befinden, kann funktionieren. Dass die Wespen sich jedoch nur auf einen Ort konzentrieren ist unwahrscheinlich. Lass lieber die Finger von solchen Tricks.

Um einer Konfrontation konsequenter aus dem Weg zu gehen, kannst du dein Styling checken. Wespen stehen auf den Duft von Eau de Toilette und Hautcremes. Auch bunte Kleidung provoziert Interesse. Tipp: Öl und Lavendel empfinden die Plagegeister als unangenehm.

Trotz der zackigen Flugbahn ist die Wespe eine friedliche Zeitgenossin. Unter Stress und Wärme kann sich das aber schnell ändern. Du solltest Wespen nicht anpusten oder unter Gläsern einengen. Ein Griff zu Wasser und Sprühflasche schlägt die Angreifer schon eher in die Flucht.

Auch die Luftlöcher, die entstehen, wenn du nach den Wespen schlägst, machen die Insekten aggressiv. Die Tiere schütten Alarmpheromone aus und rufen ihre Freund*innen herbei. Eine ruhige Schiebebewegung mit Zeitungspapier reicht aus.

Falls du doch mal gestochen wirst

Deine Hoffnung, die Wespe könnte nach einmaligem Stechen tot zu Boden fallen, ist vergebens. Du denkst gerade an eine Biene. Wespen leben weiter und können mehrfach piksen.

Ein Wespenangriff kann für Allergiker*innen lebensbedrohlich enden. Bei Schwindel, Schweiß und Übelkeit hilft Ruhe, Schocklage und Kühlung. Wichtig: Die 112 alarmieren und das Stichopfer bei Bewusstsein halten.

Mach die Augen auf beim Essen! Für Nichtallergiker*innen besteht die größte Gefahr, wenn Wespen versehentlich geschluckt werden. Bei Stichen im Rachen die Speiseröhre mit Eis kühlen und ab zum*zur Ärzt*in.


[Außerdem auf ze.tt: Zum Weltbienentag: Diese sechs Geschichten helfen dir, Bienen zu retten]

Was du bedenken solltest, bevor du zur Fliegenklatsche greifst

Achtung: Falls du Wespen ohne triftigen Grund fängst, verletzt oder tötest, musst du in Deutschland mit einer saftigen Bußgeldstrafe rechnen. Den Tierchen einen Flügel zu krümmen, kostet in Berlin bis zu 5.000 Euro.

Wenn dir der Naturschutz am Herzen liegt, solltest du Wespennester nicht eigenhändig beseitigen. Ein*e Wespenberater*in kann helfen, den Bau umzusiedeln und ordnungsgemäß zu entfernen.

Vergiss bei allem Ärger nicht, dass Wespen Feigen bestäuben sowie Schädlinge im Garten bekämpfen. Sie ermöglichen dir dein chemiefreies Bio-Essen. Und letztlich können die Wespen nichts für ihre aktuell starke Präsenz: Das hohe Aufkommen kann auch auf den Klimawandel und die extremen Temperaturen zurückgeführt werden.