Wie die Basketball-Nationalmannschaft ein Zeichen gegen Rassismus setzt

Das deutsche Basketball-Nationalteam bezieht politisch Position. Es könnte mit seinem Video zum Vorbild werden.

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Die Basketballer der Nationalmannschaft stellen sich gegen Rassismus. Collage: Screenshots Deutscher Basketball Bund

„Dennis Schröder, Deutschland, Bastian Doreth, Deutschland“. Die Idee ist einfach, die Umsetzung professionell. In einem Video, das am Sonntag online ging, sieht man die Spieler der deutschen Basketball-Nationalmannschaft. Sie sprechen ihre Namen in die Kamera und das Team, für das sie spielen: Deutschland. Am Ende das Team in Großaufnahme, alle Spieler tragen T-Shirts mit der Aufschrift #wirsindmehr und genau das sagen sie auch in die Kamera. Gepostet wurde das Video auf der Facebook-Seite des Deutschen Basketball Bunds.

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„Angesichts der menschenverachtenden Demonstrationen der letzten Wochen und des Anstiegs des Rechtspopulismus in Deutschland generell haben wir, die Spieler der deutschen Basketball-Nationalmannschaft, beschlossen ein Zeichen zu setzen“, schreibt der Deutsche Basketball Bund dazu auf Facebook. Und weiter: „Wir stehen heute auf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Wir stehen auf für Menschlichkeit und plädieren für Dialog statt Hetze und Gewalt. Wir stehen an der Seite all jener, die sich mutig für den Erhalt unserer offenen und toleranten Gesellschaft einsetzen.“ Der Beitrag wurde allein auf Facebook bisher knapp 2.000 Mal geteilt.

[Außerdem auf ze.tt: Der Umgang mit Mesut Özil zeigt, was bei Integration in Deutschland falsch läuft]

Nach den Statements von Musiker*innen der vergangenen Wochen zeigen nun also auch Sportler Haltung. Das Video könnte eine Vorbildfunktion für andere Sportler*innen sein – zum Beispiel für die männliche Fußball-Nationalmannschaft, die bisher nicht öffentlich Position bezogen hat. Auch nicht, nachdem der Rücktritt von Mesut Özil eine Debatte um Integration in Deutschland angestoßen hatte. Ein Facebook-Nutzer kommentiert daher folgerichtig unter dem Video: „Da sind die deutschen Basketballer den Fußballern ein paar Schritte voraus.“