Wie ein bulgarisches Dorf Zugvögel vor dem Erfrieren rettet

Dank des engagierten Einsatzes der Menschen in Zaritsa konnten viele Zugvögel vor dem Kältetod gerettet werden.

Eine Kältewelle sorgt derzeit in Bulgarien für Minusgrade. Doch vor allem hindert sie einige Zugvögel am Weiterfliegen. Der 53-jährige Safet Halil aus dem bulgarischen Dorf Zaritsa fand fünf Störche auf einer Straße in der Nähe seines Dorfes und beschloss, sie zu retten, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Die Zugvögel konnten nicht mehr losfliegen, weil die Minusgrade und der starke Wind ihre Flügel vereist hatten – und sie somit daran hinderte, sich auf Bäumen niederzulassen. Der fehlende Schutz würde den Tod für die Tiere bedeuten. Safet beschloss, sie nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Er nahm sie mit zu sich nach Hause: „Ich brachte sie Heim, zündete den Ofen an, um sie zu wärmen und fütterte sie mit Fisch.“

Das Dorf nahm sich ein Beispiel an Safet

In der Folge taten es viele Bewohner*innen des Dorfes Safet gleich: Sie brachten rund 40 hilfsbedürftige Zugvögel in ihre Häuser und päppelten sie wieder auf. Eine Mitarbeiterin des Green Balkan Rehabilitationszentrums für Wildtiere warnte jedoch im Fernsehen davor, einfach jedes Tier mit nach Hause zu nehmen. Man solle sich nur um die Tiere kümmern, dich sich wirklich in einer Notlage befinden und diese dann auch so schnell wie möglich wieder in die Natur entlassen.

Safets Einsatz hat sich gelohnt. Den fünf Störchen, die er aufgenommen hat, geht es mittlerweile besser. Bald können sie weiterfliegen. Eine Erinnerung an diesen Tag trägt der 53-Jährige auf dem Körper, wie er verrät: „Ich habe schon zwei, drei Schnabelbisse auf meinen Armen.“